Jesus ist jüdisch

Wenn Sie Jesus lieben, werden Sie die Juden lieben – seine leiblichen Brüder

Baim Jude
Aharon Krohn/Flash90

Im Angesicht der Debatten über die ethnische Zugehörigkeit Jesu – war er nun schwarz, weiß oder irgendetwas dazwischen – ignorieren viele die Tatsache, dass er Jude ist.

Diese Diskussion um die Hautfarbe unseres Herrn, die aus den Protesten gegen die “Black Lives Matter”-Proteste hervorgegangen ist, ist von Geistlichen aufgegriffen worden, die verzweifelt versuchen, die Kirche in einem zunehmend unbeständigen Umfeld als relevant darzustellen.

Der neue Erzbischof von York, Stephen Cottrell, behauptete kürzlich gegenüber der Times, dass “Jesus ein schwarzer Mann war”.

Doch wie ein jüdischer Israeli auf einer Zoom-Konferenz am vergangenen Wochenende sagte, kommt es nicht so sehr darauf an, ob schwarze oder weiße Leben relevant sind, sondern vielmehr auf ewige Leben kommt es an, so Amir Tsarfati, ein glühender Anhänger Jesu, der seinen Glauben leidenschaftlich mit seinen Landsleuten teilen möchte.  

Ja, Jesus kam für alle, und es ist verständlich, dass verschiedene Kulturen ihn nach ihrem eigenen Bilde darstellen wollen, aber das ist nicht hilfreich, weil Jesus Jude ist. Er kam “zu seine Eigenen” (Johannes 1,11) als der lange verheißene jüdische Messias und wird (nach Jerusalem) als Jude zurückkehren, insbesondere als “der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids”. (Offb. 5,5)

Wie der in Brighton lebende Autor und Redner David Hoffbrand es schön ausgedrückt hat, müssen wir die Schichten entfernen, die Jesus im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verdeckt haben, damit wir ihn so sehen können, wie er wirklich ist. Unter Bezugnahme auf eine Fernsehsendung über eine alte byzantinische Kirche, in der ein Fresko ihn als blond und blauäugig darstellte, sagte er, man habe darunter mehrere Schichten von Gemälden gefunden, die bis in die frühesten Tage der Ära um 600 n. Chr. zurückreichen. “Das Interessante war”, schrieb er, “je älter das Bild, desto mehr glich es einem typisch jüdischen Mann, Jesus, mit dunkelbraunem Haar, braunen Augen und olivfarbener Haut”.  

Jesus kam als “ein Licht zur Offenbarung an die Heiden und zur Ehre deines Volkes Israel” (Lukas 2,32). Und in der Tat waren es seine jüdischen Jünger, die der ganzen Welt das Licht des Evangeliums brachten – bis auf einen waren alle der 40 Autoren der Bibel jüdisch.

Unser Herr war geprägt von allen Sitten und Gebräuchen der Juden und hat, abgesehen von einem kurzen Exil in Ägypten als Säugling, nie einen Fuß außerhalb Israels gesetzt. Und als er im Alter von 30 Jahren sein Amt als Rabbiner antrat, sagte er, er sei nicht gekommen, um das Gesetz Moses aufzuheben, sondern um es zu erfüllen (Mt. 5,17). Tatsächlich fuhr er fort, die Wichtigkeit jedes einzelnen Punktes der Anforderungen des Gesetzes zu betonen (V.18).

Seine Familie nahm an den großen Festen in Jerusalem teil, für die eine beträchtliche Reise von 70 Meilen (ca. 113 km) (wahrscheinlich zu Fuß) durch zerklüftetes Hügelland erforderlich war. Er selbst erfüllte die Feste, indem er zu uns kam, um mit uns zu leben (Vergleich Stiftshütte), als unser Passahlamm geopfert zu werden und am Fest der Erstlingsfrüchte von den Toten aufzuerstehen.

Obwohl Jesus in der Tat alle liebte, hing die Jüngerschaft nicht von der ethnischen Zugehörigkeit seiner Zuhörer ab, sondern von ihrer Demut. “Selig sind die Sanftmütigen”, sagte er, “denn sie werden die Erde erben”. (Matt 5.5)

In unseren Beziehungen zu anderen Menschen konzentrierte sich Jesus auf das Gebot, unseren Nächsten wie uns selbst zu lieben, ein Gebot, das eigentlich zuerst im Alten Testament auftaucht (3.Mo. 19,18). Aber er ging noch weiter, indem er uns drängte, unsere Feinde zu lieben und für die zu beten, die uns verfolgen (Mt. 5,44).

Das gilt sicherlich auch für die Opfer von Vorurteilen heute, nicht zuletzt für unsere Mitchristen, die in unterdrückerischen Regimen in aller Welt zu Tausenden abgeschlachtet werden. Und dies geht weiter inmitten der anhaltenden Verfolgung der Juden, die uns das Licht des herrlichen Evangeliums gebracht und uns Jesus selbst geschenkt haben.

Obwohl sie nun in ihrem eigenen Land wieder sicher sein sollten, werden sie stattdessen wiederholt von ihren Feinden – vor allem vom Iran – mit der Ausrottung bedroht. Doch auf wunderbare und wundersame Weise ist gerade im Iran, in dem die Nachfolge Jesu äußerst gefährlich ist, eine riesige Armee von Gläubigen aus der Dunkelheit dieses Schurkenregimes hervorgegangen.

Am eindrucksvollsten ist die Tatsache, dass sich die Perspektive der neu bekehrten iranischen Christen völlig ändert, wenn sie erkennen, dass Jesus Jude ist. Ihr Leben lang ist ihnen einer Gehirnwäsche gleich, eingetrichtert worden, dass sie die Juden als ihre Feinde anzusehen haben. Nun, da ihre zuvor steinernen Herzen weich geworden sind, verlieben sie sich in das jüdische Volk, dessen Messias sie von den Ketten der Gefangenschaft des fanatischen Islam befreit hat.

Die Christen im Iran beten gerade jetzt beharrlich für Israel und besonders für ihre dortigen Glaubensbrüder. Wer Jesus liebt, der liebt auch seine leiblichen Brüder – die Juden!

Jesus ist Jude. Sich auf diese Wahrheit zu konzentrieren, wird nicht nur unser Wissen vergrößern, sondern auch unseren Glauben sehr bereichern und sicherstellen, dass wir eine richtige Perspektive auf die sozialen und politischen Fragen unserer Zeit behalten.