Israels gottgegebener Leuchtturm

Das Licht der Menora

von David Shishkoff | | Themen: Thora
People walk near a large Menorah outside the the Hurva sunagogue, otherwise known as Tiferet Yisrael, at the Jewish quarter in Jerusalem's Old, December 9, 2020. Photo by Yonatan Sindel/Flash90 *** Local Caption *** מנורה הרובע היהודי חורף ירושלים חורבה בית כנסת Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Aus dem Toraabschnitt von 4. Mose 8-12 (B’haalotcha – „wenn du aufbaust…“)

Haben Sie sich jemals gefragt, wie es war, in Moses‘ Stiftshütte oder Salomos Tempel zu sein? Zum einen gab es weder elektrische Lichtschalter noch Glasfenster. Wir nehmen Licht als selbstverständlich hin, aber es ist nicht immer so hell gewesen wie heute.

Als ich diesen Toraabschnitt las, versuchte ich, mir das Leben ohne die hellen LED-Birnen vorzustellen, die unsere Abende fast wie Mittag erscheinen lassen. Der Toraabschnitt beginnt mit einer Beschreibung, wie Aaron und seine Söhne die Lichter der Menora, des siebenarmigen Leuchters aus reinem Gold, im dunklen Zelt der Stiftshütte aufstellen sollten.

„Der Herr sprach zu Mose: ‚Rede zu Aaron und sage ihm: ‚Wenn du die sieben Lampen aufstellst, sollen sie den Bereich vor der Menora [Leuchter] beleuchten.‘ ‚

…So wurde die Menora angefertigt: Sie war aus gehämmertem Gold gemacht – von ihrem Sockel bis zu ihren Blüten. Die Menora wurde genau nach dem Muster gemacht, das der Herr Mose gezeigt hatte.“ (Numeri 8,1-4)

Abbildung einer leuchtenden Menorah

Das Thema des Menora-Leuchters wird in der prophetischen Passage von Sacharja 4 wieder aufgegriffen. Dort wird dem Propheten die Vision eines goldenen Leuchters mit Ölbaumzweigen zur Linken und zur Rechten gezeigt, die das Olivenöl direkt in den Leuchter leiten. (Der Leuchter brannte mit Olivenöl, nicht mit Wachskerzen.)

„Dann kehrte der Engel, der mit mir geredet hatte, zurück und weckte mich, wie ein Mensch aus dem Schlaf geweckt wird. Er fragte mich: ‚Was siehst du?‘

„Ich antwortete: ‚Ich sehe eine Menora [Leuchter] aus massivem Gold mit einer Schale an der Spitze und sieben Lichtern darauf, mit sieben Kanälen zu den Lichtern. Auch stehen zwei Ölbäume [Bäume] daneben, einer zur Rechten und einer zur Linken.‘ „ (Sacharja 4,1-3)

Zechariah’s vision – freebibleillustrations.com

Die beiden Ölbaumzweige auf beiden Seiten der Menora in Sacharjas Vision stehen für die königliche und die priesterliche Rolle in der Zeit des Wiederaufbaus und der Wiederherstellung des Tempels zu Sacharjas Zeiten nach der Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft.

Sacharjas Vision half, den Saulus (Paulus) von Tarsus zu inspirieren, als er von wilden Olivenzweigen schrieb, die in den Ölbaum Israels eingepfropft werden (Römer 11,12) und zusammen größeren Reichtum (wörtlich „Fülle“) bringen. Vielleicht dachte Paulus sogar an die Kanäle, die einen Überfluss an Olivenöl von den Zweigen zur Menora leiten.

Wie ich bei der Recherche zu diesem Artikel erfuhr, hat Sacharjas Vision auch dazu beigetragen, das offizielle Emblem Israels im Jahr 1948 zu inspirieren – mit dem Leuchter der Menora, eingerahmt zwischen Olivenzweigen links und rechts. Das Emblem birgt eine reiche Symbolik.

Als sie 1948 die Olivenzweige auf das Emblem setzten, interpretierten die modernen Israelis die königlichen und priesterlichen Rollen, die die wiedergeborene Nation unterstützen, als Regierung und Religion. Sie dachten auch an die Friedenssymbolik der Olivenzweige (1. Mose 8,11), trotz der sieben kriegsgeplagten Jahrzehnte Israels seither.

Das besondere Aussehen der Menora auf dem israelischen Staatswappen ist eine Kopie der Menora, die aus dem Tempel zur Zeit Jeschuas geplündert und von Titus nach Rom gebracht wurde, nachdem er den jüdischen Aufstand von 66-70 n. Chr. niedergeschlagen und den Tempel des Herodes zerstört hatte. Die Menora auf dem Wappen Israels repräsentiert heute die symbolische Wiederherstellung der von den Römern gefangen genommenen Menora zurück in Israel und zurück in Jerusalem. Die Menora selbst ist nach jüdischer Tradition eine Darstellung Israels als ein Licht für die Nationen.

Ich werde nie wieder in der Lage sein, das Wahrzeichen Israels nur als ein staatliches Symbol zu sehen.

 

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