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Israel überträgt die Stromversorgung an Palästinensische Autonomiebehörde

Israel hat mit der palästinensischen Autonomiebehörde ein 15-Jahre-Abkommen unterzeichnet, das den Palästinensern Unabhängigkeit in der Stromversorgung garantieren soll.

Israel hat mit der palästinensischen Autonomiebehörde ein 15-Jahre-Abkommen mit der Palästinensischen Autonomiebehörde unterzeichnet, das den Palästinensern eine eigene Stromversorgung garantieren soll. Sie werden damit nicht mehr abhängig von Israel sein, das die Stromversorgung der Palästinenser jahrzehntelang kontrollierte.

Bis jetzt waren die rund 3 Millionen in der sogenannten „Westbank“ lebenden Palästinenser was die Stromversorgung betrifft von Israel abhängig und von Jordanien, das Strom für Jericho und das Jordantal liefert.

Im Rahmen des Abkommens wird die Autonomiebehörden Schulden in Höhe von umgerechnet 210 Millionen Euro an die Israelische Elektrizitätsgesellschaft (IEC) zahlen. Das neue Abkommen garantiert, dass die palästinensischen Schulden an die Israelische Elektrizitätsgesellschaft gezahlt werden. Oft kam es zwischen Israel und den Palästinensern zu Streitigkeiten um die die nicht bezahlten Schulden.

Nach Zahlung der Schulden wird die Israelische Elektrizitätsgesellschaft Strom an die Palästinensische Stromübertragungs-Gesellschaft (PETL) verkaufen. Dies wird über vier Werke geschehen, die von der Israelischen Elektrizitätsgesellschaft, der Palästinensischen Autonomiebehörde gebaut werden sollen. Diese Werke werden ins Eigentum der PETL übergehen.

Der israelische Energieminister Yuval Steinitz sagte, das Abkommen würde für die Palästinenser den Weg für die Entwicklung eines modernen Netzes freigeben.

„Die Palästinenser bekommen durch das Abkommen eine neue Realität, was die Energieversorgung betrifft. Es verringert die Einschränkungen in der Stromversorgung, stärkt die wirtschaftliche Stabilität und eröffnet eine neue Ära in den wirtschaftlichen Beziehung zwischen beiden Seiten“, sagte der Direktor des israelischen Finanzministeriums Shai Babad.

Nicht mit in das Abkommen eingeschlossen ist der Gazastreifen, dessen rund 2 Millionen Einwohner an ständigen Stromausfällen zu leiden haben, wegen der Knappheit an Benzin und dem seit langem anhaltenden Streit zwischen der Hamas und der palästinensischen Regierung in Ramallah.

Bild: Das erste palästinensische Umspannwerk außerhalb der Stadt Jenin. Es wurde 2017 von der Israelischen Elektrizitätsgesellschaft gebaut und in die Hände der Palästinensischen Strombehörde übergeben (Foto: Miriam Alster)

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Patrick Callahan

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