Guten Morgen liebe Leser!
Es sieht ganz so aus, als sei der Sommer jetzt bei uns angekommen. Ich meine, nach dem doch recht ungewöhnlichen letzten Monat mit diesen enormen Regenfällen, wage ich es kaum, zu glauben, dass der Sommer da ist. Aber wenn man sich die Wetterkarte für die nächsten Tage betrachtet, sieht man nur noch Sonne.
Das folgende Bild stammt aus der Wetter-App meines Handys. Bis auf einen Tag, morgen, wo es etwas tröpfeln könnte, ist nur Sonne vorhergesagt. Und das nennt man Sommer:

Und wenn ich heute schon mit dem Wetter begonnen habe, hier ist das Wetter für heute in Israel:
Heiter mit einem weiteren leichten Rückgang der Temperaturen, doch noch immer überdurchschnittlich warm. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 29 Grad, Tel Aviv 27 Grad, Haifa 27 Grad, Tiberias am See Genezareth 35 Grad, am Toten Meer 37 Grad, Beersheva 34 Grad, Eilat am Roten Meer 39 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unveränder und liegt bei -213.39 m unter dem Meeresspiegel.
Bei solchen Aussichten darf man eigentlich nicht mehr zuhause bleiben. Morgen haben wir schon wieder Wochenende, da müsste man eigentlich zum Strand fahren, es ist ja gar nicht so weit. Und wir haben ja auch Sommerzeit, doe Sonne geht erst so gegen 20 Uhr unter, da hat man also eine ganze Menge Zeit, sich die Zeit am Strand zu vertreiben. Überhaupt ist es viel angenehmer, nach der heißen Mittagssonne an den Strand zu gehen, so ein später Nachmittag ist da einfach perfekt.
Doch daraus wird leider nichts, denn die Städte scheinen da ganz anders zu denken. Denn ab 17 Uhr sind die Strände dicht, d. h. nicht der Strand ist geschlossen, sondern die Buden der Rettungsschwimmer, denn die haben ab 17 Uhr Feierabend. Dass heißt, aus einem kurzen Bad im Meer nach der Arbeit wird nichts, es sei denn, man macht es auf eigene Gefahr. Über dieses Thema wurde gestern sogar in der Hauptnachrichtensendung am Abend gesprochen. Ich stelle diesen Bericht hier ein, auch wenn er auf Hebräisch ist.
In diesem Bericht werden die Besucher des Strandes gefragt, was sie davon halten, dass schon ab 17 Uhr Schluss ist mit dem Badevergnügen, in Tel Aviv ist es schon ab 16:45 und in Herzlia sogar schon ab 16 Uhr mit dem Badespaß vorbei! Es sei absurd, für den Parkplatz am Strand müsse weiter bezahlt werden, doch das Baden sei untersagt, oder eben auf eigene Gefahr. Der Bademeister geht um 17 Uhr, nachdem er die Besuche darum bat, aus dem Wasser zu kommen. Dann ist er weg, doch die Menschen bleiben am Strand, und im Wasser. Was er davon halten würde, wurde einer von ihnen gefragt. Er würde machen, was ihm gesagt wird, war seine Antwort.
Und das kann sehr gefährlich werden, der Bericht zeigt einige alte Berichte über Fälle, wo Menschen ertranken, da sie im Wasser badeten, als der Rettungsschwimmer schon zuhause war. Erst zu den Sommerferien, von Ende Juni bis Ende August, werden die Arbeitszeiten der Rettungsschwimmer verlängert. Dann ist das Meer in Herzlia sogar bis 19 Uhr geöffnet. In Tel Aviv ist man eigenartigerweise sehr „geizig“, dort darf man im Sommer dann eine ganze Stunde länger im Wasser verweilen als jetzt, um 17:45 ist Schluss, mitten am Tag, wow.
Eigentlich ist es doch schön, dass wir heute mal über so ein Thema sprechen konnten. Ich hoffe, wir werden uns im Sommer nur noch mit „Problemen“ dieser Art auseinandersetzen müssen.
Nicht so glücklich heute sind die Schüler der 11. und 12. Klasse. Denn sie haben heute eine Abiturprüfung in Mathematik, also die Schüler, die das Fach in 4 Lerneinheiten genommen haben, das ist eine Stufe unter dem Leistungsfach, es ist etwas kompliziert, das zu erklären. Die meisten lernen Mathematik in dieser Leistungsstufe. Auch unser Sohn ist darunter. Im ganzen Land geht es gegen 15 Uhr los. Die Prüfung wird einige Stunden dauern. Danach wäre ein Besuch am Strand eine tolle Abwechslung. Geht aber nicht, da die Rettungsschwimmer dann schon ihren Feierabend haben (den sie sich ja auch verdient haben, aber man sollte da eine Lösung finden).
Viele Schüler bereiteten sich in Lernzentren auf die heutige Prüfung vor
Also, viel Erfolg für die Schüler und dann ein angenehmes Wochenende. Und auch Ihnen, liebe Leser wünsche ich jetzt einen angenehmen Donnerstag nur mit guten Nachrichten. Machen Sie es gut.
Shalom aus Jerusalem!
Dov




