Israel Heute Morgen

Heute ist es so richtig kalt! Ich weiß, Sie können über unsere „kühlen“ Temperaturen nur lächeln, aber wir haben fast 8 Monate hinter uns, in denen es meistens angenehm warm war. Ein paar Worte über meinen Morgen in Modiin, die Klassenfahrt meines Sohnes, ein wichtiges Vorsingen meiner Tochter, das umstrittene Lautsprechergesetz und natürlich das Wetter für heute in Israel.

von |

Guten Morgen liebe Leser!

Heute ist es so richtig kalt! Ich weiß, Sie können über unsere „kühlen“ Temperaturen nur lächeln, aber wir haben fast 8 Monate hinter uns, in denen es meistens angenehm warm war. Hier in Jerusalem lagen die Temperaturen heute früh bei nur so um die 11 Grad. Für uns ist das kalt. Es ist bewölkt und feucht, heute früh hatte es bei uns in Modiin sogar für ein paar Minuten geregnet, so dass ich die Sitzkissen unserer Gartenmöbel in die Wohnung genommen habe, sicher ist sicher. Aber ab morgen soll sich das Wetter wieder ändern und die Temperaturen werden wieder steigen. So ist dass hier bei uns im November.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit einem weiteren Temperaturrückgang. Vereinzelte Regenschauer möglich. Für die Jahrezeit etwas zu kühl. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 18 Grad, Tel Aviv 23 Grad, Haifa 19 Grad, Tiberias am See Genezareth 24 Grad, am Toten Meer 26 Grad, Eilat am Roten Meer 25 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt unverändert bei -213.765 m unter dem Meeresspiegel.

Bei uns zuhause in Modiin haben wir den Tag aussergewöhnlich früh begonnen. Ich musste meinen Sohn schon um halb sechs zur Schule bringen, da er heute eine zweitägige Klassenfahrt begonnen hat. Hier in Israel fährt aber nicht nur eine Klasse auf Klassenfahrt, sondern der ganze Jahrgang, das sind bei der Schule meiner Kinder nicht weniger als 10 Schulklassen, die zusammen den Ausflug machen. Bei uns nennt man das nicht Klassenfahrt, sondern „Jährliche Tour“, auf Hebräisch „Tiul Shnati“. Sie können sich vorstellen, wie es aussieht, wenn 10 Schulklassen auf einmal losfahren. Der Parkplatz vor der Schule sah wie ein zentraler Busbahnhof einer mittelgroßen Stadt aus.

Danach konnte ich noch immer nicht nach Jerusalem zur Arbeit fahren, denn ich musste meine Tochter zusammen mit meiner Frau zum Bahnhof bringen, meine Tochter hat heute ein sehr wichtiges Vorsingen im Rahmen der Prüfungen vor dem Armeedienst. Sie möchte sehr gerne in einer Unterhaltungsgruppe der Armee ihren Dienst leisten, den sie im nächsten Sommer beginnen wird. Ich drücke ihr die Daumen.

Und dann konnte ich endlich in Richtung Jerusalem fahren, eine halbe Stunde später als gewöhnlich, was natürlich umgehend mit einer Verlängerung der Fahrzeit bestraft wurde. Denn diese halbe Stunde ist kritisch am Morgen, besonders, wenn man nach Jerusalem fährt.

In der Knesset, unserem Parlament, sollte heute der Gesetzentwurf für den Verbot der Benutzung von Lautsprecheranlagen in Moscheen und auch anderen Gebetshäusern zur ersten Abstimmung vorgelegt werden (siehe Artikel). Interessant dabei ist nun, dass gerade die jüdisch-orthodoxen Parteien dieses Gesetz nun stoppen wollen, da sie befürchten, dass es auch die Ankündigung des Beginnens des Shabbats verbieten wird. Freitagabends ertönt immer eine Art Sirene, die daran erinnern soll, den Ruhetag zu beginnen. Und das könnte dann tatsächlich auch unter das Gesetz fallen. Daher hat die orthodoxe Partei „Jahadut HaTorah“ die Vorlegung des Gesetzentwurfs zur Abstimmung in der Knesset verhindert, indem sie die Berufung eingelegt haben, so dass das Gesetz nun erst wieder im Ministerausschuss beraten werden muss. Die arabischen Parteien beschuldigen die Regierung, dass der Gesetzentwurf politisch und ausschließlich gegen die Moslems gerichtet sei. Ich bin neugierig, wie es nun weitergehen wird.

Jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen Mittwoch, das Wochenende ist nicht mehr weit. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox