Israel Heute Morgen

Der Sommer scheint sich hier bei uns sehr wohl zu fühlen und weigert sich weiterhin, sich zu verabschieden und dem Winter Platz zu machen. Ein paar Worte über die Reaktionen auf die Wahlen in Amerika, die Entscheidung der Evangelischen Kirche, sich der Judenmission abzukehren und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Der Sommer scheint sich hier bei uns sehr wohl zu fühlen und weigert sich weiterhin, sich zu verabschieden und dem Winter Platz zu machen. Meinen Pullover habe ich wieder zurück in den Schrank gelegt und die Jacke im Auto gelassen. Heute früh war es angenehm warm, der Himmel ist auch jetzt wolkenlos. Der Genezareth-See hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. So schön dieses sonnige Wetter auch ist, wir brauchen den Regen, doch er ist auch in den kommenden Tagen noch nicht in Sicht.

Und wenn wir schon vom Wetter reden, hier erst einmal das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit einem leichten Rückgang der Temperaturen, im Landesinneren weiterhin zu warm für die Jahreszeit. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 25 Grad, Tel Aviv 26 Grad, Haifa 25 Grad, Tiberias am See Genezareth 32 Grad, am Toten Meer 33 Grad, Eilat am Roten Meer 33 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt derzeit bei -213.75 m unter dem Meeresspiegel.

Natürlich wird auch heute nur von den Präsidentschaftswahlen in Amerika gesprochen. Sogar meine Tochter, die sich sonst weniger für Politik interessiert, war erstaunt über das Wahlergebnis und meinte, es wäre interessant zu sehen, wie die Welt darauf reagieren würde. In Amerika haben in der Nacht viele Menschen gegen die Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten demonstriert. Sie sind geschockt. Die Wähler von Trump werden als Rassisten und Frauenfeinde beschimpft. Das ist nicht gut. Auch nach den letzten Wahlen bei uns in Israel gab es einen Tag danach große Diskussionen. Der Likud mit Benjamin Netanjahu hatte allen Meinungsumfragen zum Trotz einen überzeugenden Sieg errungen. Danach hatten einige linksgerichtete öffentliche Persönlichkeiten die Wähler Netanjahus und damit den grössten Teil der Israelis beschimpft und beleidigt. Später kamen dann die Entschuldigungen, es wäre nicht so gemeint gewesen, man sei eben nach den Wahlen sehr erregt gewesen. Ich hoffe, dass sich auch Amerika wieder beruhigen wird. Der ausscheidende Präsident Barak Obama hat Donald Trump für heute ins Weiße Haus eingeladen, um die Amtsübernahme am 20. Januar vorzubereiten. Man sollte Donald Trump eine Chance geben. Ich bin sehr gespannt, was uns die Zukunft bringen wird.

Heute las ich im Internet eine interessante Meldung. Die evangelische Kirche hat auf ihrer Bischofs-Versammlung in Magdeburg die Abkehr von der sogenannten Judenmission beschlossen. Die Christen seien nicht berufen, Israel den Weg zu Gott zu weisen. In der Meldung stand auch, dass die Mission schon lange nicht mehr betrieben wurde und nur noch auf dem Papier gestanden hatte, aber es hätte noch immer konservative Kreise gegeben, die diese Mission befürwortet hätten. Auch wurde erwähnt, dass die katholische Kirche sich schon längst von der Judenmission abgewandt hätte.

Ich kann diese Entscheidung nur begrüssen und war ehrlich gesagt überrascht, dass sie ausgerechnet in der Evangelischen Kirche noch Bestand hatte, wenn auch nur auf dem Papier. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ich persönlich habe es nie gemocht, wenn jemand versuchte, mir zu erklären, ich hätte die falsche Religion. Ich bin für die Glaubensfreiheit, jeder darf glauben, an was er will. Aber man muss auch den Glauben eines Anderen respektieren. Ich bin damals vor 28 Jahren nach Israel gekommen, um hier ein jüdisches Leben zu führen. Ich habe hier meine Familie gegründet und möchte, dass meine Kinder in einem jüdischen Umfeld aufwachsen. Und das sollte man respektieren. Die Christen feiern am 24. Dezember das Weihnachtsfest, wir feiern das Lichterfest, Chanukka. Ist doch in Ordnung, oder?

Heute ist schon wieder Donnerstag. Sie wissen ja, was das bedeutet. Wir werden heute Mittag wieder gemeinsam spazieren gehen. Wo das sein wird, das weiß ich momentan noch nicht. Vielleicht werde ich meinen Spaziergang heute wieder live übertragen, was sagen Sie dazu? Seien Sie gegen 12:30 Uhr deutsche Zeit auf unserer Facebookseite bereit, dann gehen wir los. Sie können mir dann ja gerne vorschlagen, wohin es gehen soll. Später können Sie den Spaziergang dann auch auf dem extra für unsere Spaziergänge eingerichteten YouTube-Kanal noch einmal verfolgen.

Bis dahin wünsche ich Ihnen einen angenehmen Donnerstag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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