Israel Heute Morgen

So langsam merkt man, das wir Herbst haben. Ein paar Worte und Gedanken über das sehr angenehme Wetter der letzten Tage, eine Tragödie in Beitar Illit und die Hoffnung auf ein ruhiges Wochenende besonders im Süden an der Grenze zum Gazastreifen.

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Guten Morgen liebe Leser!

So langsam merkt man, das wir Herbst haben. Nicht, dass jetzt überall die Blätter von den Bäumen zu fallen beginnen, das passiert hier nur bei sehr wenigen Bäumen, aber es ist doch deutlich kühler geworden. Am Abend ist es besonders in Jerusalem schon richtig “frisch”. Als ich heute früh im Bus saß, hatten einige der Fahrgäste sogar schon eine Jacke an.

Hier in Jerusalem sollen heute mittag nur 25 Grad erreicht werden. Das ist ein optimales Reisewetter. Es ist angenehm bei diesen Temperaturen durch Jerusalem zu spazieren. Endlich muss man nicht mehr schwitzen. Jetzt ist eine gute Zeit, nach Israel zu kommen. Auch die Preise für Flüge nach Israel beginnen nun, attraktiv zu werden.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit für die Jahreszeit etwas zu niedrigen Temperaturen. Während des Vormittags kann es im Norden und an der Küste zu leichten Regenschauern kommen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 25 Grad, Tel Aviv 27 Grad, Haifa 25 Grad, Tiberias am See Genezareth 32 Grad, am Toten Meer 32 Grad, Beersheva 29 Grad, Eilat am Roten Meer 33 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.475 m unter dem Meeresspiegel.

Tolles Wetter für Touristen in Jerusalem (Foto: Aharon Krohn/Flash90)

Es ist erstaunlich, wie schnell wir hier in den normalen Alltag zurückkehren. Nach dem schrecklichen Anschlag am Sonntag, wo zwei Israelis ermordet wurden, war das ganze Land schockiert. Plötzlich wurden wir wieder an die Realität hier im Land erinnert, wo es eben doch nicht so ist, wie in Europa. Aber jetzt, vier Tage später, scheint uns der Alltag wieder eingeholt zu haben. Neue Schlagzeilen, leider auch keine schönen, bestimmen unseren Tag. Wie zum Beispiel ein Wohnungsbrand in der Stadt Beitar Illit in Gush Etzion, in der religiöse Juden leben. Bei dem Feuer kamen zwei kleine Kinder ums Leben. 12 weitere Menschen wurden verletzt. Zum Glück nur leicht. Es muss ein schreckliches Feuer gewesen sein. Für die beiden 2 und 4 Jahre alten Kinder kam jede Hilfe zu spät. Zur Zeit des Feuers waren die Kinder der Familie mit einem Babysitter zu Hause, die Eltern waren auf einer Feier. Eine enorme Tragödie. Die Feuerwehr betonte nun, wie wichtig es sei, Rauchmelder in den Wohnungen zu installieren. Den kleinen Kindern hilft das leider nicht mehr.

Und heute ist nun ein neuer Tag, die Sonne scheint, vom angekündigten leichten Regen keine Spur. Das Wochenende steht wieder vor der Tür, wir wollen keine weiteren Tragödien mehr haben. Wir möchten einfach nur Ruhe haben. Das wünsche ich mir besonders für die Menschen im Süden, die seit Monaten unter dem schwarzen Rauch der brennenden Reifen im Gazastreifen und den durch diese so harmlos aussehenden Ballons ausgelösten Bränden der Felder und Wälder zu leiden haben. Morgen ist wieder Freitag und die große Frage ist, ob sich wieder zigtausende Araber am Grenzzaun versammeln werden, um dort zu randalieren, Granaten auf die israelischen Soldaten zu werfen und israelische Felder durch Ballons in Brand zu stecken. Dabei frage ich mich wie es möglich sein kann, dass diese Menschen im Ausland als “friedliche Demonstranten” bezeichnet werden können. Das geht mir einfach nicht in den Kopf. Besonders schockiert war ich von einer Äußerung des Bremer Innensenators, der sagte, Israelis würden Palästinenser am Grenzzaun hinrichten. Aber so scheint es nun mal zu sein. Oft hat es gar keinen Sinn, zu versuchen, diesen Menschen die Situation hier zu erklären. Sie wollen es gar nicht, denn sie haben ihre Wahrheit und auf die wollen sie nicht verzichten. Die Frage ist, warum sie so sind.

Werden sich auch morgen wieder “friedliche Demonstanten“ wie diese am Grenzzaun versammeln? (Foto: Abed Rahim KhatibFlash90)

In der Hoffnung, dass wir diesmal ein ruhigeres Wochenende bekommen werden, an dem wir das angenehme Wetter genießen können, wünsche ich Ihnen nun einen angenehmen und erfüllten Donnerstag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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