Israel

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Israel Heute Morgen

Schon gestern Abend lag dieser angenehme Geruch nach Regen in der Luft. Auf meinem Weg nach Jerusalem heute früh öffneten sich dann die Himmelspforten, es goss in Strömen. Heute gibt es nur ein Thema bei uns und vielleicht auch auf der Welt: Jerusalem. Wird Jerusalem heute endlich von den USA als die Hauptstadt Israels anerkannt werden? Wie immer ein Blick auf die Titelseiten der Zeitungen und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!

Schon gestern Abend lag dieser angenehme Geruch nach Regen in der Luft. Auf meinem Weg nach Jerusalem heute früh öffneten sich dann die Himmelspforten, es goss in Strömen. Auch jetzt regnet es. Der Regen soll bis morgen anhalten und es wird noch etwas kälter werden. Heute Nacht gingen die Temperaturen hier in Jerusalem auf bis zu 8 Grad zurück.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Gelegentliche Regenschauer vom Norden bis zum Negev begleitet von starken Winden. Gefahr von Überflutungen in der Judäischen Wüste. Auf dem Hermon Berg wird es schneien. Die Temperaturen sinken drastisch, es wird für die Jahreszeit zu kalt sein. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 12 Grad, Tel Aviv 18 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 19 Grad, am Toten Meer 22 Grad, Eilat am Roten Meer 22 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -214.355 m unter dem Meeresspiegel.

Ein Blick vom Balkon unserer Redaktion. Haben die Gebete für den Regen geholfen? Jerusalem heute früh (Foto: Dov Eilon)

Die Stadt Jerusalem ist heute DAS Thema des Tages. Nicht nur hier, sondern wohl auf der ganzen Welt, alle reden nur noch von Jerusalem. Heute Abend soll US-Präsident eine historische Erklärung abgeben: Die Vereinigten Staaten von Amerika erkennen Jerusalem als die ewige Hauptstadt des Staates Israel an! Auch die Botschaft soll nach Jerusalem verlegt werden, jedoch zu einem späteren Zeitpunkt. Ich gebe zu, es liegt heute eine gewisse Spannung in der Luft. Um 20 Uhr Ortszeit soll es geschehen. Wie wird man darauf reagieren?

Und nun unser täglicher Blick auf die Titelseiten der Zeitungen:

Die Titelseiten von heute. Von links nach rechts: Maariv, Jediot Achronot, Israel Hayom

Jerusalem wird als die Hauptstadt Israels anerkannt; die Verlegung der Botschaft wird aufgeschoben“, lautet die Überschrift von Maariv, in den sogenannten Gebieten wurden von den Arabern frei Tage des Zorns ausgesprochen, Palästinenserchef Mahmud Abbas sagte, dass diese Erklärung eine neue Intifada zur Folge haben könne. Dann gibt es unten auf der Seite noch zwei Meldungen. ”Gewalttätiger Kampf in der Knesset”. In einem Ausschuss der Knesset gab es gestern eine Beratung über die Erhöhung der monatlichen Unterstützung für die Behinderten, Sie erinnern sch sicher noch an die Proteste der Behinderten auf den Straßen. Die Sitzung gestern war sehr emotional geladen, es kam zu Handgreiflichkeiten bei den Versuch einen Vertreter der Behinderten aus dem Saal zu entfernen. Kein schönes Bild. Die zweite Überschrift befasst sich noch einmal mit dem Vorsitzenden der Koalition David Bitan. ”Bitan klagt ein: Gebt mir das Recht, Interviews zu geben”.Das Gericht hat ihm auferlegt, nicht vor der Presse zu sprechen. Heute soll er ein weiteres Mal verhört werden.

”Trump Alarmbereitschaft” lautet dir große Überschrift von Jediot Achronot. Darüber dann auf rotem Hintergrund: ”Der Präsident der USA soll heute Nacht offiziell erklären: Jerusalem ist die Hauptstadt Israels”. Weiter berichtet die Zeitung unter anderem, dass Deutschland und Frankreich sehr verärgert seien und dass die Türkei mit dem Abbruch der Beziehungen zu Israel drohe. Ich frage mich, wieso eigentlich? Was können wir denn dafür? Und dann unten links ein nettes Bild der ersten 13 Panzerfahrerinnen. ”Lern unsere Panzerfahrerinnen kennen”, lautet die Überschrift. Die 13 Mädchen sind die ersten Soldatinnen in der Geschichte der israelischen Armee, die in einem Panzer tätig sein werden. unten rechts gibt es noch zwei Meldungen, eine davon weniger erfreulich: ”Man baut auf Diskriminierung”. Hier geht es um ein Wohnbauprojekt in Bnei Brak. Während aschkenasische Juden ohne Probleme Wohnungen kaufen können, wird sefaradischen Juden gesagt, dass es keine Wohnungen mehr gebe. Sehr problematisch. Und dann noch etwas nettes: ”Amazon blau-weiß”. Hier wird über “das israelische Gehirn” hinter der Entwicklung eines revolutionären Schlosses berichtet, das einem Boten die Möglichkeit gibt, das Haus zu betreten, auch wenn die Bewohner nicht zuhause sind. Es geht um ein digitales Schloss, das mithilfe einer App kontrolliert werden kann. Ich persönlich bin da noch etwas altmodisch, denn alles, was per Internet gesteuert werden kann, kann von einem Hacker vielleicht kontrolliert werden. Ich würde mich nicht mehr sicher fühlen.

”Die Augen sind auf Jerusalem gerichtet”, lautet die Überschrift der Zeitung Israel Hayom. Darüber mit blauem Hintergrund: ”Vor einem historischen Schritt: Trump informiert die Führer in der Region – Die Botschaft wird nach Jerusalem verlegt werden. Palästinenser im diplomatischen Kampf, um es zu verhindern. Es werden Unruhen befürchtet”. Unten rechts dann auch hier das Bild der 13 Panzer-Soldatinnen. ”Panzerkämpferinnen der ersten Reihe”, lautet eine freie Übersetzung der Überschrift. Zum Schluss gibt es noch eine Meldung über die Polizei-Offizierin, die zur Demonstration gegen Netanjahu aufgerufen hatte. Sie wurde jetzt ihres Amtes enthoben. ”Fahnderin abgesetzt, die zur Demonstration gegen den Ministerpräsidenten aufrief; Verletzung der Glaubwürdigkeit”.

Das war wieder unser Blick auf die Titelseiten der heutigen Tageszeitungen. Es wird ein spannender Tag werden mit eine großen Erwartung am Abend. Hoffen wir, dass es ein friedlicher Tag bleiben wird. Ich wünsche Ihnen, liebe Leser einen angenehmen Nikolaustag mit vielen Süßigkeiten, hier bei uns hat man in der Stadt schon einige Chanukka-Leuchter aufgebaut, denn bald ist es wieder soweit. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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Patrick Callahan

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