Guten Morgen liebe Leser!
Die Neujahrstage und das dadurch verlängerte Wochenende sind vorbei. Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches und gutes neues Jahr! Jetzt haben wir erst einmal eine ganz normale Alltagswoche vor uns, am Freitagabend beginnt dann der Jom Kippur, unser höchster Feiertag überhaupt. Es ist schon erstaunlich, wie genau sich das Wetter der Jahreszeit anpasst. Kaum hatte am Freitag der Herbst offiziell begonnen, gingen die Temperaturen etwas nach unten, die Abende und der Morgen wurden deutlich kühler. Sogar bei uns in Modiin war es heute früh angenehm frisch, ich sah sogar schon einige Menschen, die sich eine Jacke übergezogen hatten. Bei mir wird das aber noch eine ganze Weile dauern, ich liebe diese leichte Frische morgens und abends.
Und hier ist das Wetter für heute in Israel:
Heiter bis wolkig und deutlich kühler, besonders im Landesinneren und in den Bergen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 26 Grad, Tel Aviv 29 Grad, Haifa 26 Grad, Tiberias am See Genezareth 34 Grad, am Toten Meer 35 Grad, Eilat am Roten Meer 34 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist während der Feiertage um 3.5 Zentimeter gesunken und liegt nun bei -214.055 m unter dem Meeresspiegel.
Mir ist klar, dass diese Temperaturen für Sie sicher noch hochsommerlich sind, aber verglichen zu dem heißen Sommer, den wir hatten, ist es jetzt schon viel angenehmer draußen.
Am frühen Morgen des ersten Tages in neuen Jahr stand ich in meinem Garten, um den schönen Ausblick zu genießen. Wir wohnen zwar schon seit über 5 Jahren in Modiin, aber ich bin noch immer total begeistert von diesem Blick und diese Atmosphäre der Ruhe, so dass ich es einfach mal filmen musste.
So liebe ich den Beginn des neuen JahresFür die Behinderten hat das neue Jahr leider so begonnen, wie das alte Jahr zuende gegangen war. Während ich diese Zeilen schreibe, befinden sich viele Behinderte schon wieder auf der Strasse, um für ihre Rechte zu protestieren, die Angleichung ihrer monatlichen Unterstützung an das Mindestgehalt. Diesmal haben sie die Ayalon-Schnellstraße blockiert, die Hauptschlagader von Tel Aviv und Gush Dan. Der Verkehr ist zum Stillstand gekommen. So beginnt die erste Woche des neuen Jahres mit riesigen Verkehrsstaus. Wie lange muss dieser Kampf noch geführt werden? Wann wird jemand in der Regierung aufwachen und dieses Problem endlich lösen? Ich bewundere die Behinderten für ihr Durchhaltevermögen.
In unseren Zeitungen und in den anderen Medien wird heute natürlich über die Bundestagswahlen in Deutschland berichtet. Im Mittelpunkt der Berichte steht natürlich die neue Partei AfD, Alternative für Deutschland.

Hier in Israel wird mit Sorge darüber berichtet, dass zum ersten Mal seit dem Ede des zweiten Weltkriegs eine rechtsextremistische Parte, wie die AfD hier bezeichnet wird, in den Deutschen Bundestag einziehen wird. Dabei wurde erwähnt, dass einige Mitglieder der AfD besorgniserregende und antisemitische Äußerungen von sich gegeben hätten. So solle man wieder stolz sein dürfen auf die deutschen Soldaten des ersten und zweiten Weltkrieges, und man müsse endlich einen Schlussstrich unter der Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus ziehen. So etwas wurde hier bei uns natürlich sehr kritisch und mit Sorge aufgenommen.
Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen Sonntag und friedliche Wahlen in Deutschland. Ich bin gespannt, wie es dort morgen früh aussehen wird. Machen Sie es gut.
Shalom aus Jerusalem!
Dov




