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Israel Heute Morgen

Ich habe verstanden, dass der Sommer noch nicht zuende ist. Ein paar Worte über den dramatischen Zustand des See Genezareth, das Ende der Parkuhren und neue Wege, für das Parken zu bezahlen und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!

Ich habe verstanden, dass der Sommer noch nicht zuende ist. So habe ich mich damit abgefunden, noch einige Zeit zu schwitzen. Aber immerhin ist es am frühen Morgen schon recht angenehm kühl. Relativ gesehen natürlich. Sie, liebe Leser, würden das momentane Wetter bei uns sicher als absoluten Hochsommer bezeichnen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit mit weiter überdurchschnittlich hohen Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 31 Grad, Tel Aviv 30 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 39 Grad, am Toten Meer 39 Grad, Eilat am Roten Meer 40 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter gesunken und liegt nun bei -213.905 m unter dem Meeresspiegel.

Schon im Mai war der Wasserpegel des See Genezareth sehr niedrig

Es sieht nicht gut aus für unseren Genezareth See. Allein im August ist der Wasserpegel um 27,5 Zentimeter gesunken. An der südlichen Küste hat sich sogar eine neue Insel gebildet. Schuld daran ist nicht nur der heiße Sommer, sondern vor allem die Tatsache, dass es im vergangenen Sommer im Norden das Landes viel zu wenig geregnet hat. Dafür hatten wir hier bei uns viel zu viel Regen, der dem Genezareth See leider nicht geholfen hat. Der See Genezareth erlebt eines seiner schlechtesten Jahre. Auch dem Toten Meer geht es nicht besser. Dort sinkt der Wasserpegel dramatisch schnell. Allein im August sank er um 13 Zentimeter. Es wird erwartert, dass der Wasserpegel innerhalb des Ende Oktober endenden sogenannten hydrologischen Jahres (1. November bis 31. Oktober) um 1,4 Meter gesunken sein wird. Auf die Trinkwasserversorgung hat die schlechte Lage des Wasserhaushaltes zum Glück keinen Einfluss, da mittlerweile die meisten Haushalte in Israel mit Wasser aus Meerwasserentsalzungsanlagen versorgt werden. Wer an der Situation zu Leiden hat sind die Landwirte und die Natur, denn sie bekommen kein entsalzenes Meerwasser.

Erinnern Sie sich noch an die Parkuhren? Diese kleinen Dinger, in denen man Münzen einwerfen musste, um für den Parkplatz zu bezahlen? Später gab es dann sogar Modelle, an denen man seine Kreditkarte durchziehen konnte. Und dann musste man immer auf die Uhr schauen, um zu sehen, dass noch Parkzeit übrig ist, ansonsten musste man schnell zur Parkuhr rennen, um ein paar Münzen nachzuwerfen. Hier bei uns hat es sie noch bis letzten Monat an einigen Stellen gegeben, auch wenn es längst viel bequemere Möglichkeiten gab, für das Parken zu bezahlen. Schon vor der Zeit der Smartphones gab es bei uns eine elektronische Parkkarte. Diese konnte man an Tankstellen und anderen Service-Stellen mit einer gewissen Geldsumme aufladen. Wenn man parken wollte, legte man die Karte an die Scheibe und schaltete sie ein. Eine Art Prepaid-Parken. Und dann kamen mit den Smartphones die Apps für das Parken. Nachdem man seine Kreditkarte eingegeben hatte, braucht man nur noch die App einzuschalten und die Parkzeit beginnt. Dabei erkennt die App automatisch, in wecher Stadt man sich befindet, das ist wichtig, denn jede Stadt hat andere Tarife.

Pango ist eine von zwei Apps, mit denen man für das Parken bezahlt und noch viel mehr. Mittlerweile helfen einem diese Apps nicht nur beim Bezahlen, sondern zeigen uns auch, wo der nächste freie Parkplatz ist und wenn man mal einen Platten hat, reicht ein Klick und ein Helfer ist unterwegs, um den Reifen zu wechseln.

Parkplatzsuche in Tel Aviv, eine fast unmögliche Mission

Am Anfang konnte man bei uns noch alle Möglichkeiten des Bezahlens für das Parken benutzen. Auch an Parkplätzen, wo es Parkuhren gab, konnte man die App oder die elektronische Parkkarte benutzen. Lange Zeit gab es sogar noch die sogenannten Parkkarten, die man in Kiosken kaufen konnte, auf denen man die Uhrzeit des Parkbeginns ankreuzen musste. Ein einfaches System. Das war hier in Israel die gängige Art, für das Parken zu bezahlen.

Mit all dem ist jetzt Schluss. Hier in Jerusalem sind im vergangenen Monat die letzten Parkuhren abmontiert worden. Ab jetzt wird nur noch mit der App bezahlt und für einige Zeit auch noch mit der elektronischen Parkkarte. Was es immer noch gibt, sind die Kontrolleure der Stadt, die in Scharen durch die Straßen gehen, um Parksünder zu finden. Denn Schwarz- oder Falschparker sind noch immer eine der besten Einnahmequellen für die Städte und Gemeinden.

Also, vergessen Sie nicht, für das Parken zu bezahlen. Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren und friedlichen Dienstag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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Patrick Callahan

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