Israel Heute Morgen

Seit gestern ist es offiziell: Der diesjährige Juli war der heißeste Juli seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen hier in Israel! Ein paar Worte über den heißen Sommer und einer Stromrechnung, die mich noch mehr ins Schwitzen brachte, einen eventuellen Kronzeugen für die Affäre „Akte 2000“, die Knesset, die in die Sommerpause gegangen ist, ohne das Problem der Behinderten zu lösen, und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Seit gestern ist es offiziell: Der diesjährige Juli war der heißeste Juli seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen hier in Israel! Israel scheint immer wärmer zu werden. Ich erinnere mich noch an die Zeit, wo eine Temperatur von um die 35 Grad hier in Jerusalem eine Ausnahme war. So etwas gab es nur einige Male im Sommer. In diesem Jahr haben wir diese Temperatur fast in jeder Woche gehabt. Die Winter sind deswegen aber nicht wärmer geworden. Sind das schon Folgen der globalen Erwärmung? In den nächsten Tagen soll es keine große Veränderungen geben, aber ab Montag erwarten uns dann wieder Temperaturen von bis zu 36 Grad. Der August ist da.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit einem leichten Rückgang der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 32 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 30 Grad, Tiberias am See Genezareth 39 Grad, am Toten Meer 41 Grad, Eilat am Roten Meer 42 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.62 m unter dem Meeresspiegel.

Schade, dass die Luftfeuchtigkeit bei uns in Modiin schon etwas höher als in Jerusalem ist. Daher kam ich auch gestern bei meinem Fußweg vom Bus nachhause wieder mächtig ins Schwitzen. Und dann war da noch die neue Stromrechnung im Briefkasten. Nach dem Öffnen der Rechnung wurde mir dann so richtig heiß. Eine Klimaanlage ist eben nicht umsonst.

Die Zeitungen beschäftigen sich heute wieder mit einer der Affären um unseren Ministerpräsidenten. Nachdem es bei der „Akte 3000“, die U-Boot-Affäre, bereits einen Kronzeugen gibt (allerdings soll Netanjahu hier nicht mit verwickelt sein), soll es nun auch für die „Akte 2000“, wo es um die Gespräche zwischen Netanjahu und dem Herausgeber der Zeitung Jediot Achronot und ein Gesetz gegen die Gratiszeitung Israel Hayom geht, soll es nun auch einen Kronzeugen geben. Mit seiner Hilfe soll der Verdacht der Korruption verstärkt werden. Der Zeitung Jediot Achronot ist die Gratiszeitung vom Freund Netanjahus Sheldon Arison ein Dorn im Auge. In den Gesprächen mit Netanjahu ging es darum, ein Gesetz gegen diese Zeitung zu verabschieden, als „Belohnung“ würde Jediot Achronot dann „nettere“ Artikel über Netanjahu veröffentlichen. Und dann ist da noch die „Akte 1000“, wo es um Geschenke geht, die die Netanjahus erhalten haben sollen. Ist schon irgendwie amüsant, da hat man endlich etwas Ruhe nach den letzten nicht leichten Wochen, da wird von der Presse sofort wieder die andere dreckige Wäsche hervorgeholt. Aber so ist es wohl überall. Denn davon leben die Zeitungen ja. Ich persönlich habe keine so große Lust, mich damit zu intensiv zu beschäftigen.

Alle Zeitungen haben heute dasselbe Thema als Schlagzeile – ein eventueller Kronzeuge in der Affäre “Akte 2000”

Die Knesset ist in der Sommerpause, aber langweilig scheint es deswegen nicht zu werden. Viele Probleme wurden noch nicht gelöst. Erinnern Sie sich an die Proteste der Behinderten? Sie sollten eine Erhöhung ihrer monatlichen Unterstützung bekommen. Doch jetzt, wo die Knesset Ferien macht, ist es bei dem Versprechen erst einmal geblieben. Irgendwie ist das traurig, oder?

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Mittwoch. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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