Israel Heute Morgen

Gestern wurde eine Ära beendet. Ein paar Worte und Gedanken über die letzte Nachrichtensendung des Israelischen Rundfunks, Bundespräsident Steinmeiers Besuch am Grab von Arafat, das Warten auf Donald Trump und natürlich das Wetter für heute in Israel, es wird sehr heiß.

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Guten Morgen liebe Leser!

Gestern wurde eine Ära beendet. Seit fast 50 Jahren, genauer gesagt seit 49 Jahren und einer Woche, wurde jeden Abend im israelischen ersten Programm, „Arutz 1“, des öffentlichen Rundfunks in Israel die Nachrichtensendung Mabat (Blick) gesendet. Diese Sendung war Teil der israelischen Geschichte, sie hat alle historischen Ereignisse des Landes begleitet., frohe wie traurige. Mabat ist wie ein Buch der Geschichte des Staates Israel. Gestern wurde Mabat zum letzten Mal gesendet. In 5 Tagen wird der ganze Israelische Rundfunk seine Tore schließen.

Dass der Israelische Rundfunk geschlossen und ein neuer aufgebaut werden soll, hatte ich Ihnen ja schon mehrmals erzählt, in der aktuellem Mai-Ausgabe gibt es auch einen Artikel von mir über den Streit um den öffentlichen Rundfunk in Israel. Es war also klar, dass es irgendwann vorbei sein wird mit dem jetzigen Rundfunk, an dem ich selbst 22 Jahre lang gearbeitet habe. Aber was mich gestern Abend so bestürzt hat, war die Art und Weise, wie es zu der letzten Sendung der Nachrichten kam. Nur knapp 45 Minuten vor Sendebeginn wurde von dem für die Schließung des Rundfunks Verantwortlichen mitgeteilt, dass es die letzte Sendung sein wird. 45 Minuten vor Sendebeginn, das war ein Schlag ins Gesicht für die Mitarbeiter, von denen eine große Zahl nicht weiß, wie es für sie weitergehen wird, denn nicht alle werden in den neuen Rundfunk und in die neue Nachrichtenabteilung übernommen werden. Hier ein Ausschnitt der gestrigen Mabat-Nachrichten, es gab viele Tränen:

Man muss nicht Hebräisch können, um die Situation zu verstehen, die Trauer in den Augen der Mitwirkenden. Auch mir fiel es schwer, diese letzte Sendung zu sehen, ich kenne den grössten Teil der dort zu sehenden Menschen. Auch ich war den Tränen nah. Am Ende der Sendung sangen sie die „Ha Tikva“, Israels Nationalhymne. Dann war alles vorbei.

Und nun zum Wetter. Schon heute früh war es sehr warm, 25 Grad, gegen Mittag werden hier in Jerusalem 34 Grad erwartet, bei mir zuhause in Modiin soll es mit 37 Grad noch heißer werden. Gut, dass es Klimaanlagen gibt.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Sharav, heiß und trocken. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 34 Grad, Tel Aviv 34 Grad, Haifa 33 Grad, Tiberias am See Genezareth 41 Grad, am Toten Meer 42 Grad, Eilat am Roten Meer 39 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth bleibt unverändert und liegt bei -212.96 m unter dem Meeresspiegel.

Vor zwei Tagen hatte ich Ihnen über den Besuch des deutschen Bundespräsidenten Steinmeier in Israel geschrieben, ich war sogar sehr zufrieden mit seinem Auftreten. Gestern war er Gast der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah und hat im Rahmen dieses Besuchs auch das Grab von Jasser Arafat besucht und dort einen Kranz niedergelegt.

Bild: Bundespräsident Steinmeier am Grab von Jasser Arafat (Foto: Flash90)

Was mag wohl in seinem Kopf vorgegangen sein, als er vor dem Grab Arafats stand. War es echte Trauer? Oder hatte er keine Wahl, hätte er sich die Freundschaft mit der Palästinensischen Autonomiebehörde verspielt, wenn er das Grab nicht besucht hätte? Es ist ja alles ein diplomatisches Spiel. Das verstehe ich. Aber mich interessiert schon, was Steinmeier wirklich über Arafat denkt.

Und jetzt warten wir auf Donald Trump. Der amerikanische Präsident wird am 22. Mai erwartet, das ganze King David Hotel wird für ihn geschlossen werden. Ob er uns ein paar Geschenke mitbringen wird?

Jetzt wünsche ich Ihnen einen wunderbaren und friedlichen Mittwoch. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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