Israel Heute Morgen

Jerusalem hat eine neue Touristen-Attraktion. Schon gestern haben sich einige Besucher der Stadt dort fotografieren lassen. Ein paar Worte über den Streik der Stadt Jerusalem und die immer grösser werdenden Müllberge (Video), das geplante Treffen zwischen US-Präsident Trump und Ministerpräsident Netanjahu, verärgerte Mexikaner und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Jerusalem hat eine neue Touristen-Attraktion. Schon gestern haben sich einige Besucher der Stadt dort fotografieren lassen. Schön, dass es in unserer Stadt immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Ein großes Dank gebührt dem Bürgermeister der Stadt, Nir Barkat, der diese neue Attraktion, die ganz sicher viele Touristen anziehen wird, in nur zwei Tagen geschaffen hat. Jetzt wollen Sie sicher wissen, wo sich diese Attraktion, dieses neue Wahrzeichen Jerusalems, befindet. Sie können den Ort ganz leicht erreichen, die Straßenbahn hält direkt davor. Ich meine natürlich die Müllberge des Mahane Jehuda Marktes!

Bild: Jerusalemer Müllberge als Attraktion für Touristen (Dov Eilon)

Als ich gestern die Redaktion verließ und auf dem Weg zu meinem Auto durch den Mahane Jehuda Markt ging, sah ich, dass die Müllberge noch höher geworden waren. Alle Kartons wurden aus den Gassen des Marktes außerhalb an die Strasse zu riesigen Müllbergen aufgetürmt. Arbeiter waren dabei, die Straßenbahnschienen vom Müll zu befreien. Sie wurden wahrscheinlich vom Betreiber der Straßenbahn bezahlt. Ich sah Touristen, wie sich sich vor den Müllbergen fotografieren ließen. Noch lachen alle. Aber wenn das noch einige Tage so weitergeht, wird es hier nicht mehr viel zu lachen geben. Heute soll der Streik sogar noch verschärft werden. Die Kindergärten der Stadt bleiben heute geschlossen. Die Eltern sind wütend auf ihren Bürgermeister. Dabei hatte ein Großteil der Bürger ihn bis jetzt noch unterstützt.

So sah es gestern auf meinem Weg zum Auto aus:

Es ist schon eigenartig. Normalerweise, wenn in der Stadt gestreikt wird, dann sind es die Angestellten der Stadt, die gegen die Stadtverwaltung protestieren. Daher sind Maßnahmen wie das Bestreiken der Müllabfuhr irgendwie verständlich. Man möchte damit Druck auf die Stadt ausüben. Aber hier ist es die Stadtverwaltung selbst, die streikt und ihre Angestellten auffordert, zuhause zu bleiben. Die Stadt bestraft dadurch eigentlich sich selbst und schadet ihren Bürgern. Und je länger dieser Streik dauern wird, desto schwieriger wird es sein, ihn so zu beenden, dass beide Seiten zufrieden sind. Ich bin neugierig, wie es weitergehen wird.

Was das Wetter betrifft, so hat es heute früh wieder ein wenig geregnet, der Himmel ist bedeckt, daher war es nicht ganz so kalt wie gestern. Aber es soll weiterhin recht kühl bleiben, heute und morgen soll es regnen, hier und da kann es auch mal donnern. In der Judäischen Wüste und am Toten Meer kann es zu Überflutungen kommen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Regenfälle vom Norden bis zur nördlichen Negev-Wüste, vereinzelte Gewitter. Auf dem Hermon-Berg Schneefall. Leichter Temperaturrückgang. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 8 Grad, Tel Aviv 14 Grad, Haifa 11 Grad, Tiberias am See Genezareth 15 Grad , am Toten Meer 17 Grad, Eilat am Roten Meer 18 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gestiegen und liegt bei -213.39 m unter dem Meeresspiegel.

Außer dem Streik in Jerusalem berichten die Zeitungen über das geplante Treffen zwischen US-Präsident Trump und Ministerpräsident Netanjahu, es soll am 15 Februar im Weißen Haus stattfinden. Dann wird über den diplomatischen Streit zwischen Mexiko und Israel berichtet. Netanjahu hatte am Sonntag mit einer meiner Meinung nach überflüssigen Bemerkung auf seinem Twitter-Konto die Mexikaner verärgert. In seinem Post lobte er Donald Trump und schrieb, dass er recht hätte. Auch er (Netanjahu) hätte eine Mauer an Israels südlicher Grenze gebaut, die ein großer Erfolg sei, die illegale Einwanderung sei gestoppt worden. Jetzt verlangt Mexiko eine Entschuldigung. Der mexikanische Außenminister forderte Netanjahu auf, seinen Post zu erklären. Doch es sieht momentan noch nicht so aus, dass Netanjahu dieser Aufforderung nachkommen wird. Stattdessen beschuldigte er die „bolschewikischen Medien“, für die Krise mit Mexiko verantwortlich zu sein. Mir ist klar, dass es Netanjahu in der letzten Zeit alles andere als leicht hat, aber hier, denke ich, hat er vielleicht nicht genug über die möglichen Folgen seines Twitter-Postes nachgedacht. Er wollte seinen Freund Donald Trump unterstützen. Mal sehen, wie sich hier die Wellen wieder glätten werden.

Mittlerweile sind schon einige meiner Kollegen eingetroffen, ein neuer Arbeitstag kann beginnen. Morgen können Sie dann wieder unsere wöchentliche Zusammenfassung der Nachrichten sehen, die wir heute für Sie aufnehmen werden. Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren und friedlichen Dienstag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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