Israel Heute Morgen

Während Sie sich nach der Silvesterfeier vielleicht gerade auf die andere Seite drehen, sitze ich schon wieder in unserer Redaktion und schreibe Ihnen diese Zeilen. Ein paar Worte über den Beginn des neuen Jahres und das Ende von Chanukka, den Terroranschlag von Istanbul, Benjamin Netanjahu und der Verdacht der Korruption, das Ende der Gratis-Plastiktüte und natürlich das Wetter für heute in Israel.

von |

Guten Morgen liebe Leser!

Und jetzt ist es schon da, das Jahr 2017. Während Sie sich nach der Silvesterfeier vielleicht gerade auf die andere Seite drehen, sitze ich schon wieder in unserer Redaktion und schreibe Ihnen diese Zeilen. Es ist nicht so, dass das neue bürgerliche Jahr nicht gefeiert wird, es wird gefeiert, aber privat oder in Restaurants und Klubs. Es ist kein offizieller Feiertag. Es darf gerne gefeiert werden, aber am nächsten Morgen hat man wieder pünktlich am Arbeitsplatz auf der Matte zu stehen. Das ist überhaupt nicht schlimm. Wir haben unser Neujahr ja schon im Oktober gefeiert, da gab es genug freie Tage. Wer heute noch einmal ausschlafen kann, das sind die Kinder, sie haben heute ihren letzten Chanukka-Ferientag. Gestern Abend haben wir die achte und letzte Kerze an unserem Chanukka-Leuchter angezündet, der uns dadurch viel Licht gebracht hat.

Das Wochenende war, was das Wetter betrifft, recht angenehm. Es war kühl, besonders am Abend, aber auch sehr sonnig. Am Freitag Morgen, als ich ein paar Einkäufe bei uns in Modiin erledigte, konnte man sogar ohne Mantel gehen, so warm war die Sonne. Aber sobald sie untergeht, wird es kalt. Hier in Jerusalem lagen die Temperaturen heute früh bei 5 Grad. Es sieht so aus, als würden wir heute einen schönen Wintertag bekommen. Die Sonne scheint auf uns von einem wolkenlosen blauen Himmel. Es soll weitgehend trocken bleiben, außer ein paar Regentropfen im Norden und an der Küste. Aber es wird weiterhin kalt bleiben, morgen sollen die Temperaturen sogar noch etwas nach unten gehen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig, im Norden und an der Küste kann es gegen Nachmittag zu leichten Regenschauern kommen. Weiterhin für die Jahreszeit zu kalt. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 11 Grad, Tel Aviv 16 Grad, Haifa 14 Grad, Tiberias am See Genezareth 16 Grad , am Toten Meer 21 Grad, Eilat am Roten Meer 20 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt unverändert bei -213.61 m unter dem Meeresspiegel.

Kaum war ich aufgestanden, erreichte mich die Meldung von dem Terroranschlag in Istanbul. Man hatte ja davor gewarnt, ich las, dass sich Europa in höchster Alarmbereitschaft befände. Doch es ist trotzdem wieder passiert. Und wieder in Istanbul. Schade, dass das neue Jahr so beginnen musste. Zur Zeit wird von 39 Toten gesprochen, unter den zahlreichen Verletzten soll sich auch eine Israelin befinden. Sie soll bei dem Anschlag durch die Schüsse des als Weihnachtsmann verkleideten Terroristen mittelschwer verletzt worden sein. Eine weitere Israelin gilt zur Zeit als vermisst, hoffentlich ist ihr nichts passiert. Ich frage mich, was Israelis in Istanbul zu suchen hatten. Ich meine, es ist keine gute Zeit, in die Türkei zu fahren. Natürlich kann es auch woanders zu Terroranschlägen kommen, wie wir es ja leider gesehen haben, aber die Türkei ist in der letzten Zeit ein besonders heißes Pflaster, es passiert dort fast ständig etwas. Ich hatte mit ein friedliches Jahr 2017 gewünscht, schade, dass sich meine Hoffnungen auf ein besseres Jahr derartig schnell in Luft aufgelöst haben. Ich wünsche den Verletzten eine schnelle Genesung.

Unser Ministerpräsident Netanjahu ist auch zu Beginn des neuen Jahres in den Schlagzeilen. Es geht um den Verdacht der Korruption. Die Polizei möchte ihn jetzt gern zu einem Vehör einladen, um dem Verdacht nachzugehen, von mehreren Geschäftsleuten Vergünstigungen erhalten zu haben. Um die 50 Zeugen wurden von der Polizei bereits verhört, was schließlich zu dieser Entscheidung führte. Doch das ist, wenn es um den Premierminister Israels geht, keine leichte Aufgabe. Schon seit mehreren Tagen ist die Polizei damit beschäftigt, einen passenden Tag für eine etwa 4-stündige Befragung zu finden. Netanjahu selbst zeigt sich gelassen. Er meinte, es würde nichts passieren, da es nichts gäbe. Es ist ja nun nicht des erste Mal, dass der Familie Netanjahu Korruption und anderes vorgeworfen wird. Auch Netanjahus Frau Sarah musste sich schon vor mehreren Beschuldigungen rechtfertigen. Da ging es um die Ausnutzung von Angestellten, deren schlechte Behandlung, die Nutzung öffentlicher Gelder für Privatzwecke usw. Man wird auch in diesem Jahr alles versuchen, Netanjahu zu stürzen, um Neuwahlen zu bekommen. Bis jetzt ist dies nie gelungen. Netanjahu ist weiter im Amt und hat diesbezüglich schon Israels ersten Ministerpräsidenten Ben Gurion überholt. Mal sehen was uns das neue Jahr bringen wird.

Eins ist sicher: Ab heute gibt es in den Supermärkten Plastiktüten nur noch gegen Bezahlung, darüber hatte ich ihnen ja schon geschrieben. Ich bin gespannt, ob die Israelis sich jetzt wirklich zurückhalten werden mit dem Verbrauch der umweltschädigenden Tüten. Denn 10 Agorot pro Tüte, um die 2.5 Cent, ist nicht so viel, dass es eine abschreckende Wirkung hat. Ich hoffe, ich irre mich. Nach meinem nächsten Einkauf im Supermarkt werde ich Ihnen darüber berichten.

Und jetzt wünsche ich Ihnen nochmals ein gutes neues Jahr 2017! Jetzt geht es los, es wartet viel Arbeit auf uns. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox