Israel Heute Morgen

Gestern früh war ich so begeistert über den blauen Himmel und der Sonne, die für eine kurze Zeit ein Gastspiel hatte, heute war Jerusalem in dicken Nebel eingehüllt, der sich noch immer nicht vollständig aufgelöst hat. Ein paar Worte und Gedanken über zu wenig Regen für den See Genezareth, Chanukka und leckere Sufganiot, ein neues „Plastiktüten-Gesetz“, das 2017 in Kraft tritt, und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Gestern früh war ich so begeistert über den blauen Himmel und der Sonne, die für eine kurze Zeit ein Gastspiel hatte, heute war Jerusalem in dicken Nebel eingehüllt, der sich noch immer nicht vollständig aufgelöst hat. Es ist feucht draußen aber es regnet nicht mehr. Gestern Mittag, als ich zur Mittagspause in die Stadt ging, begann ein wahnsinniger Hagelschauer. Beim Laufen musste man aufpassen, nicht auszurutschen. Dass ich dann völlig durchnässt wieder zurück in mein Büro kam, war klar. Es soll weiter kühl bleiben und es kann zu vereinzelten Regenschauern, vor allem im Norden und im Küstengebiet, kommen. Und am Samstag soll es dann wieder so richtig kalt werden.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt mit leichtem Temperaturanstieg, aber weiterhin überdurchschnittlich kalt. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 10 Grad, Tel Aviv 16 Grad, Haifa 14 Grad, Tiberias am See Genezareth 16 Grad, am Toten Meer 19 Grad, Eilat am Roten Meer 20 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt unverändert bei -213.67 m unter dem Meeresspiegel.

Wie Sie sicher gemerkt haben, hat sich der Wasserpegel des See Genezareth nicht verändert. Dabei hatte es gestern doch fast den ganzen Tag lang geregnet. Doch leider, so las ich, hat der Genezareth See relativ wenig davon abbekommen. Ist schon ungerecht, da werden Strassen in Naharia durch die starken Regenfälle überflutet und der See geht fast leer aus. Aber der Winter hat ja gerade erst begonnen und das gar nicht mal so schlecht. Mit 20 Regentagen war dieser Dezember der regenreichste Dezember seit 24 Jahren!

Gestern Abend haben wir zuhause die vierte Chanukka-Kerze angezündet. Dafür hatte ich wieder leckere Sufganiot (Berliner) meiner Lieblingsbäckerei hier in Jerusalem mitgebracht. Diesmal nicht nur die klassische Variante mit Erdbeermarmelade, sondern auch ein paar mit Vanille und Dulce di Leche gefüllt. Die sind wohl ganz lecker, aber ich bevorzuge noch immer die Klassiker. Da es draussen sehr stürmisch war und regnete, liessen wir unseren Chanukka-Leuchter diesmal in der Wohnung stehen.

Nun ist das Jahr 2016 fast beendet. Das neue Jahr 2017 wird für und Israelis eine große Veränderung bringen, was das Einkaufen im Supermarkt betrifft. Bis jetzt konnten wir immer soviel Plastiktüten mitnehmen, wie wir wollten. Das waren etwas kleinere und sehr leichte Tüten, die man bei uns „Unterhemd-Tüten“ nennt, weil sie wegen ihrer Form daran erinnern.

Und da sie so klein sind, haben wir uns immer gut daran bedient. Zuhause haben wir diese Tüten dann als Mülltüten verwendet. In der Zeitung stand, dass jeder Israeli durchschnittlich 400 dieser Tüten im Jahr verbraucht. Doch damit wird ab Sonntag Schluss sein. Dann tritt das neue „Tütengesetz“ in Kraft. Der Kunde muss dann für eine Plastiktüte 10 Agorot bezahlen (rund 2.5 Cent). Er sollte dann lieber die Mehrwegtaschen benutzen, die jetzt angeboten werden und momentan noch gratis an die Kunden verteilt werden. Ob das Gesetz sein Ziel erreicht, ist natürlich nicht sicher. 10 Agorot ist kein Preis, der abschreckt, ein paar Tüten mitzunehmen. Das ursprüngliche Gesetz hatte einen Preis von 50 Agorot vorgesehen. Auch gilt das Gesetz nur für die großen Geschäfte und Supermarkt-Ketten, eben dort, wo die meisten Plastiktüten verbraucht werden. In den kleineren Geschäften dürfen die Tüten weiter gratis benutzt werden. Um ein Gesetz durch das Parlament zu bringen,muss man leider immer einige Abstriche machen, um es allen Recht zu machen, Politik. Aber es ist ein Anfang, die Verbraucher werden auf das Problem der umweltfeindlichen Plastiktüten aufmerksam gemacht. So wie ich es verstanden habe, sollen die Tüten später auch noch teurer werden. Ich bin gespannt, wie die Supermärkte mit dem neuen Gesetz klarkommen. Jahrzehntelang haben wir uns frei bedient, ab Sonntag wird jede einzelne Tüte gezählt.

Jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen Mittwoch. Während ich Ihnen diese Zeilen schreibe, bemerke ich, dass der Nebel draußen verflogen ist und die Sonne von einem strahlendblauen Himmel auf Jerusalem scheint. Das kann ja dann doch noch ein schöner Chanukka-Tag werden. Machen Sie es gut.

Shalom und Chag Chanukka Sameach aus Jerusalem!

Dov

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