Israel Heute Morgen

Heute früh auf meinem Weg zur Redaktion habe ich zum ersten Mal meine Handschuhe benutzt. Schon seit den frühen Morgenstunden, als ich noch zuhause in Modiin war, hatte es geregnet. Ein paar Worte über das israelische Opfer des Anschlags von Berlin, die Sicherheit in Deutschland im Vergleich zu Israel, das Ende des eintägigen Streiks bei uns und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Heute früh auf meinem Weg zur Redaktion habe ich zum ersten Mal meine Handschuhe benutzt. Schon seit den frühen Morgenstunden, als ich noch zuhause in Modiin war, hatte es geregnet. Als ich in Jerusalem ankam, zeigte das Thermometer 7 Grad an. Und es regnete noch immer ein wenig. Daher war die gefühlte Temperatur noch viel niedriger. So habe ich mich gut mit meiner Winterjacke verpackt, Kapuze über den Kopf und Handschuhe an, dann ging es. Denn ich verzichte nicht auf meinen morgendlichen Gang vom Parkhaus zum Redaktionsgebäude. Nach einer Viertelstunde bin ich dann in meinem Büro angekommen. Der Regen hat mittlerweile aufgehört, aber er wird sich in den nächsten Tagen immer wieder bei uns melden. Es soll kalt bleiben. Aber seit gestern haben wir ja auch Winter. Ich hoffe, wir können heute mittag wieder gemeinsam spazieren gehen. Sollte es regnen, werden wir unseren gemeinsamen Gang durch Jerusalem auf einen anderen Tag verschieben.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Bewölkt, weiterhin für die Jahreszeit zu kalt. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 13 Grad, Tel Aviv 17 Grad, Haifa 13 Grad, Tiberias am See Genezareth 17 Grad, am Toten Meer 20 Grad, Eilat am Roten Meer 20 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt derzeit bei -213.695 m unter dem Meeresspiegel.

Heute früh erreichte uns die traurige Nachricht, dass die nach dem Terroranschlag in Berlin vermisste Ehefrau des schwer verletzten Israeli gefunden wurde. Leider hat sie den Anschlag nicht überlebt, ihre Leiche wurde identifiziert, sie ist einer der 12 Opfer. Die Kinder des Ehepaares befinden sich in Berlin. Ihr Vater befindet sich noch immer in einem künstlichen Koma, ist aber außer Lebensgefahr. Er weiß noch nicht, dass seine Frau ums Leben gekommen ist. Im Radio erzählte ein Nachbar und Freund des Paares, dass sie das Leben liebten und fast alle zwei Monate verreist waren. Wer hätte gedacht, dass sie ausgerechnet in Berlin in einen Terroranschlag geraten.
Als ich mit meiner Familie im April für 3 Tage in Berlin war, haben wir nicht einen Moment an die Möglichkeit gedacht, es könnte etwas passieren. Und das war vielleicht auch der Fehler der deutschen Sicherheitskräfte. Wie kann es sein, dass man einen derart gut besuchten Weihnachtsmarkt nicht absichert? Mir fällt das immer wieder auf, wenn ich zu Besuch in Deutschland bin. Man kann einfach so in die Einkaufszentren gehen, ohne das man kontrolliert wird. Und wenn es schon einen Menschen von der Sicherheit dort gibt, dann wahrscheinlich nur um aufzupassen, dass niemand etwas aus den Geschäften stiehlt. Man sollte jetzt ganz schnell umdenken und akzeptieren, dass wir uns in einer neuen Zeit befinden. Der Terror kann überall sein. Da könnte man noch einiges von uns hier in Israel lernen. Für uns ist es ganz verständlich, dem Wachmann am Eingang eines Supermarktes oder Einkaufszentrums unsere Taschen zu zeigen. Wenn wir in ein Parkhaus fahren, öffnen wir den Kofferraum, damit der Wachmann uns kontrollieren kann. Es ist ein Teil unseres Alltags. Wie kann es sein, dass man in Deutschland ohne Kontrolle in von Menschen gefüllte Einkaufszentren oder Kaufhäuser gehen kann, ohne dass uns jemand kontrolliert? Ich hoffe sehr, dass man aus dem tragischen Anschlag von Berlin Konsequenzen ziehen wird, aber so ganz sicher bin ich mir da nicht.

Bei uns zuhause ist wieder alles in Ordnung. Der eintägige Streik der Städte und Gemeinden ist beendet, ohne das man sich auf eine Lösung des Problems einigen konnte. Man wird in der kommenden Woche weiter versuchen, sich zu einigen. Aber nicht auf Kosten der Bürger. So sind heute alle Kinder wieder in die Schule gegangen, der Müll wird entleert werden und die Falschparker bekommen wieder ihre Strafzettel. Alles ist in Ordnung.

Wenn Sie noch nicht alle Einkäufe für die Feiertage erledigt haben, dann sollten Sie das jetzt tun. Ich muss mir noch eine neue Chanukkia besorgen, denn auch hier beginnen wir das Chanukka-Fest am Samstagabend mit dem Anzünden der ersten Kerze. Wenn das Wetter mitspielt, wird es heute wieder einen gemeinsamen Spaziergang geben, den Sie dann auf unserer Facebookseite und später auch auf dem extra dafür eingerichteten YouTube-Kanal sehen können.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen und friedlichen Donnerstag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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