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Israel, deutsche U-Boote und Iran

Der Milliardendeal mit ThyssenKrupp in Kiel lief offenbar nicht ganz sauber ab.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei einer Begrüßungszeremonie für das neue U-Boot "Rahav" auf dem israelischen Marinestützpunkt in Haifa Foto: Kobi Gideon/GPO

Israels Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit hat nach scharfer Kritik am geplanten Kauf von drei weiteren deutschen U-Booten Ermittlungen angeordnet. Handelt es sich hier um einen weiteren Versuch israelischer Medienführer, Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu zu schwächen? Zudem wurde veröffentlicht, dass der Iran einer der Investoren des deutschen Mischkonzerns ist, der U-Boote für die israelische Marine entwirft und baut. Und Teheran hat bei dieser Investition sehr gut verdient. Anfang Dezember wurde berichtet, dass der iranische Staatsbetrieb „Foreign Investment Company“ (IFIC) einen Anteil von fast 5% an dem Unternehmen ThyssenKrupp habe, das auch für die Lieferung von Sa’ar Klasse-6 Korvette Kriegsschiffen an die israelische Marine verantwortlich gewesen ist. Aber das große Geschäft sind die U-Boote. Es handelt sich hierbei um eines der geheimsten Projekte der israelischen Armee, was von vielen als Israels beste Option für einen Erst- oder Zweitschlag gegen einen mit Atomwaffen ausgerüsteten Iran angesehen wird. Wenn man die vorrangig vermutete Mission dieser U-Boote in Betracht zieht, kann man verstehen, warum der Iran ein Interesse daran hätte, Israel daran zu hindern, in den Besitz solcher Waffen zu kommen. Gleichzeitig hat der Iran, der sich in finanziellen Schwierigkeiten befindet, durch seine Investitionen in ThyssenKrupp in den letzten zehn Jahren gute 2 Milliarden Euro verdient.

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Patrick Callahan

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