Saqr Nabil Musa Qaisi drang am 7. Oktober 2023 als Nukhba-Terrorist in Israel ein – und kehrte danach zurück nach Gaza, wo er als Direktor der türkischen Hilfsorganisation Deniz Feneri Gelder an Hamas-Mitglieder transferierte und neue Angriffe auf israelische Soldaten vorbereitete. Die IDF tötete ihn am Sonntag in Khan Yunis – ein weiterer Beweis, wie systematisch die Terroroganisation humanitäre Strukturen für terroristische Zwecke nutzt.
Hilfsorganisation als Tarnung – Hamas-Finanzierung aus der Türkei
Laut IDF nutzte Qaisi seine Stellung als Direktor von Deniz Feneri – einer in der Türkei ansässigen humanitären Organisation – um Kämpfer der Hamas zu beschäftigen und die Terrororganisation finanziell zu unterstützen. Die Organisation unterhalte zudem Verbindungen zu führenden Hamas-Funktionären, so das Militär. Qaisi selbst hatte nach seiner Rückkehr nach Gaza weiterhin Terroraktivitäten gegen israelische Soldaten und Zivilisten vorbereitet und damit den bestehenden Waffenstillstand systematisch gebrochen.
Deniz Feneri ist in Deutschland kein unbekannter Name: Die Organisation war bereits 2008 in einen großen Spendenbetrugsskandal verwickelt, bei dem in Deutschland gesammelte Spendengelder in Millionenhöhe in die Türkei abgeflossen sein sollen. Damals wurden führende Mitglieder in Deutschland verurteilt. Dass die Organisation nun mit Hamas-Terrorfinanzierung in Verbindung gebracht wird, ist für Beobachter keine völlige Überraschung.
Weitere Eliminierungen – Hamas- und PIJ-Kommandeure getötet
Parallel dazu tötete die IDF am Sonntag den Hamas-Kommandeur Muad Gamal Abu Nuseira in Khan Yunis sowie einen Tag zuvor Mahmoud Ibrahim Dib Alyan, einen Operativen in der Beobachtungseinheit, der zuletzt Terroraktivitäten gegen IDF-Truppen nahe der Gelben Linie durchgeführt hatte.
Am Samstag tötete die IDF zudem zwei Kommandeure des Islamischen Jihad in separaten Luftschlägen in Gaza-Stadt: Ahmed Mahmoud Harb Ramlawi, Kommandeur des Raketenabschnitts des Shejaiya-Bataillons im militärischen Flügel des PIJ, sowie Munir Ibrahim Masr, Leiter einer Panzerabwehrraketen-Zelle. Beide hatten laut IDF zuletzt aktiv an der Wiederherstellung der PIJ-Kapazitäten gearbeitet – in systematischer Verletzung des Waffenstillstandsabkommens.
Das Bild, das sich ergibt, ist klar: Hamas und der PIJ nutzen den Waffenstillstand nicht als Pause, sondern als Gelegenheit zum Wiederaufbau. Israel antwortet darauf täglich mit präzisen Schlägen – und enthüllt dabei, wie tief verwurzelt die Hamas in zivilen und humanitären Strukturen agiert.




