IDF hilft: Humanitäre Hilfe in Katastrophengebieten

Wenn Länder von Naturkatastrophen heimgesucht werden, schickt die israelische Armee (IDF) regelmäßig eine Delegation, um vor Ort humanitäre Hilfe zu leisten.

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Wenn Länder von Naturkatastrophen heimgesucht werden, schickt die israelische Armee (IDF) regelmäßig eine Delegation, um vor Ort humanitäre Hilfe zu leisten. Die Delegation besteht überwiegend aus Reservesoldaten des Such-und Rettungsteams, aber auch aus ärztlichem Personal. In den letzten 30 Jahren hat die IDF insgesamt 24 Delegationen in 22 Länder entsandt.

So zum Beispiel bereits zweimal auf die Philippinen. Als der Taifun Haiyan Anfang November 2013 weite Teile des Inselstaates verwüstete, entsandte die IDF knapp 150 Soldaten und medizinisches Personal. Im Feldlazarett der IDF wurden über 2.600 Patienten behandelt, darunter waren 60 Operationen. Insgesamt 36 werdenden Müttern halfen die Israelis bei der Geburt ihrer Kinder. Bereits nach dem Tropensturm Ketsana, der Südostasien vier Jahre zuvor traf, schickte Israel eine Delegation. Auch als die Türkei 2011 von einem Erdbeben getroffen wurde, bot Israel seine Hilfe an. Nach anfänglicher Ablehnung genehmigte Ankara den israelischen Truppen, die türkischen Kräfte bei der Suche und Bergung Verschütteter zu helfen. Andere Einsätze in den letzten Jahren erfolgten bei nach dem Tsunami in Japan (2011), dem Erbeben auf Haiti (2010), nach den Überflutungen in Burkina Faso (2009) und den Balkangebieten (2014).

Als Nepal am 25. April von einem Erdbeben mit der Stärke 7,8 auf der Richterskala getroffen wurde, entsandte Israel die zweitgrößte Delegation. Unter der 250 Mann starken Truppe befanden sich speziell geschulte Soldaten wie Such-und Rettungskräfte, Ärzte und weiteres medizinisches Personal, die drei Ziele verfolgten: die Such-und Bergungsaktionen zu unterstützen, Patienten im Feldlazarett zu behandeln und den Einwohnern Nepals zu helfen, erklärte Yoram Larado, der Leiter der humanitären Delegation der IDF in Nepal.

Als die IDF Nepal Mitte Mai wieder verließ, wurden über 1.600 Patienten behandelt und 85, größtenteils lebensrettende, Operationen durchgeführt. Um im Feldlazarett bestmöglich behandeln zu können, war das Team mit medizinischem Equipment wie Röntgenstrahlgeräten, Laboren und Operationssälen ausgestattet. Auch ein neues System für eine vereinfachte Registrierung der Patienten kam erstmalig zum Einsatz. Bei Empfang eines jeden neuen Patienten wurde ein Foto von ihm gemacht und ihm ein Barcode zugeteilt. An jeder Station des Feldlazaretts, die der Patient passierte, wurde der Barcode gescannt. So konnte der behandelnde Arzt in einer internen digitalen Akte alle medizinischen Informationen zum Patienten und zu seinen bisherigen Behandlungen mit einem Mal einsehen. Das System erlaubte auch zu erkennen, wann eine Station im Lazarett zu überfüllt sei.

Teil des Teams waren unter anderem medizinische Clowns. Dabei handelt es sich um israelische Künstler, die auf den Umgang mit Patienten in Krankenhäusern geschult sind. Auch in Nepal konnten sie das Leid und die Schmerzen der Patienten für einige Momente lindern, und ihnen die Kraft des Lachens wiederbringen, als sie mit roten Nasen im Gesicht Groß und Klein mit ihrer natürlichen Heiterkeit ansteckten.

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