Horror im Kindergarten

In letzter Zeit gibt es immer wieder Meldungen über Gewalt in Kindergärten. Eltern fordern mehr Mittel für die Sicherheit ihrer Kinder.

von Anat Schneider | | Themen: Israel, Hineni
Kindergarten
Symbolbild: Shutterstock

Es gibt Videos, die mit einem Warnhinweis versehen werden müssen, weil der Inhalt nur schwer zu ertragen ist und eine Gefahr für unsere Seelen darstellen könnte.

Ich habe mir ein Video angesehen, das mir emotional enorm zugesetzt hat. Gleichzeitig bereue ich es nicht, mir dieses Video angesehen zu haben, weil es nicht nur meine, sondern unser aller Pflicht ist, zu wissen, was in den Kindergärten in ganz Israel passiert.

Es ist kein Einzelfall, sondern schon ein landesweites Phänomen. Jeder kann davon betroffen sein.

Vor einigen Tagen wurde von einem Fall berichtet, bei dem Kleinkinder unter einem Jahr misshandelt wurden.

In dem Video, das in den Nachrichten und in allen möglichen Medien gezeigt wurde, sieht man, wie eine junge Kinderbetreuerin (mit dem Gesicht eines Engels) ein ganz kleines Kind packt, in ein Zimmer sperrt und es etwa fünf Minuten lang heftig schlägt.

Die Kinderbetreuerin

 

Während ich diese Zeilen schreibe, kommen mir die Tränen. Doch ich möchte beschreiben, was ich gesehen und gefühlt habe.

Es fehlen mir die Worte, ich bin einfach sprachlos.

Mein Herz ist gebrochen, wie das von jedem von uns.

Die Eltern des kleinen Mädchens namens Nave wurden in den Nachrichten interviewt.

Wie viel Mut und Stärke zeigten sie, als sie versuchten, den Fall zu schildern.

Sie berichteten, dass ihr Baby Schwierigkeiten beim Atmen hatte und sie ins Krankenhaus geeilt seien. Es hätte nicht viel gefehlt und ihr Kind hätte nicht überlebt.

Die Situation war wirklich absurd, denn während die Eltern mit ihrem Kind noch im Krankenhaus waren und keine Ahnung von dem Missbrauch hatten, rief die “Kinderbetreuerin” an und bot ihre Hilfe bei der Pflege des Babys im Krankenhaus.

Als die Sache aufflog, ging der Vater zur Polizei und musste sich Hunderte solcher Videos ansehen.

Die “Kinderpflegerin” hat kein einziges Kleinkind ausgelassen. Sie hat sie alle geschlagen, alle wurden von ihr misshandelt.

Als die Eltern gefragt wurden: “Wie geht es Ihnen heute?”, antworteten sie: “Wir haben gerade ein schweres Trauma.“

Video: Im Gespräch mit den Eltern kamen dem Moderator des Senders Channel 12 die Tränen

Die Mutter fügte hinzu, dass sie sechs Monate nach der Geburt des Kindes zur Arbeit zurückkehren müsse und keine andere Wahl hätte, als eine neue Kindertagesstätte für das Kind zu finden, da sie sonst ihre Arbeit verlieren würde.

Dies ist nicht der erste Fall, in den letzten Jahren wurden immer wieder solche Horrorgeschichten über den Missbrauch von Kleinkindern in privaten Kíndertagesstätten aufgedeckt.

In der heißen Debatte geht es jetzt darum, ob ein Gesetz eingeführt werden soll, das alle Kindergärten verpflichtet, Kameras zu installieren, damit die Eltern sehen können, was im Kindergarten passiert.

Natürlich gibt es Befürworter und natürlich gibt es auch Gegner.

Und jede Seite hat ihre logischen Argumente.

Ich denke aber, dass es bei der Diskussion nicht darum gehen sollte, ob eine Kamera angebracht werden soll oder nicht.

Schließlich gab es Kameras und es gibt Videos und das hat die Verkörperung des Bösen nicht von ihren Taten abgehalten.

Die Kameras sind nur eine Art Pflaster, das auf das Problem geklebt werden soll.

Eltern protestieren vor dem Haus einer Kindergärtnerin, die beschuldigt wird, Kleinkinder in ihrem Kindergarten missbraucht zu haben, Ashdod, 15. Juli 2023. Foto: Liron Moldovan/Flash90

 

Die Diskussion sollte sich mit den sozialen Bedingungen befassen, die den Eltern von Kleinkindern geboten werden sollten, damit ein Elternteil zu Hause bleiben und sich um die Kinder kümmern kann.

Im heutigen Staat Israel hat eine Frau, die ein Kind zur Welt bringt, einen “Mutterschaftsurlaub” von drei Monaten. Das bedeutet, dass sie in den ersten drei Monaten weiterhin ihren Lohn erhält.

Danach kann sie ihren “Urlaub” bis zu einem Jahr verlängern, ohne ihren Arbeitsplatz zu verlieren, aber sie bekommt kein Gehalt und der Staat zahlt auch nicht.

Und das ist das Absurde an dieser Geschichte.

Die Familie muss überleben, also geht die Mutter wieder arbeiten und schickt ihr kleines Kind in den Kindergarten, wo es sich nicht wehren kann und nicht in der Lage ist, seine Stimme zu erheben und zu erzählen, was ihm in den acht Stunden im Kindergarten passiert ist.

Die eigentliche Debatte ist: Wie können wir Geld aus der Staatskasse für die Sicherheit unserer Kinder umleiten?

Ein Land, das seine Sicherheit an die erste Stelle seines Haushalts setzt, sollte darüber nachdenken, auch die Sicherheit unserer Kinder in diesen Haushalt aufzunehmen.

Denn für Vater und Mutter gibt es keinen Ersatz. Sie sind (in den meisten Fällen) die einzigen, die in der Lage sind, ihr Kind zu halten, zu schützen, zu ernähren und ihm alles zu geben, was es in den ersten Jahren seines Lebens braucht.

 

Weitere Artikel der Serie Hineni

Mitglieder

Israel Heute Mitgliedschaft

Alle Mitglieder-Inhalte lesen Zugang zu exklusiven, ausführlichen Berichten aus Israel! Kostenlose Zoom-Veranstaltungen Verbinden Sie sich mit Israel, direkt von Zuhause aus! Jetzt eine Stimme der Wahrheit und Hoffnung erheben Unterstützen auch Sie den zionistischen Journalismus in Jerusalem! Mitgliedschaftsangebote
  • Online-Mitgliedschaft (Voller Zugang zu allen Mitglieder-Inhalten von Israel Heute)
  • Druckausgabe (6 x im Jahr)
  • Jüdisch/christlicher Israel-Wandkalender am Jahresende

Jährlich
Mitgliedschaft

68,00
/ Jahr
6 Magazine + Online Mitgliedschaft AUßERHALB Deutschlands
Werden Sie Mitglied

Jährlich
Mitgliedschaft

58,00
/ Jahr
First month free of charge
Voller Zugang zu allen Mitglieder-Inhalten PLUS 6 Druck-Magazine INNERHALB Deutschlands
Werden Sie Mitglied

4 Antworten zu “Horror im Kindergarten”

  1. Serubabel Zadok sagt:

    Diese Attentäter gehören sofort erschossen, egal ob sie jüdisch sind oder nicht. Keiner hat einen kleinen Säugling zu misshandeln, ohne mit dem Leben dafür zu bezahlen.

  2. Serubabel Zadok sagt:

    Diese Kinderpflegerin hat die Todesstrafe verdient. Sie darf nicht weiter leben. Ihre Misshandlungen an Säuglingen sind Terroranschläge auf jüdische Säuglinge.

  3. Serubabel Zadok sagt:

    Solche Kinderpflegerinnen, die solche Grausamkeiten begehen, müssen umgehend von den Eltern eliminiert werden. In jedem Kindergarten müssen überall Kameras angebracht werden.

  4. Serubabel Zadok sagt:

    Der Mutterschaftsurlaub sollte mindestens 18 Monate lang vom Unternehmen bezahlt werden. Es müssen in den Kindergärten Sicherheitsdienste eingesetzt werden, mindestens eine Person pro Kindergarten. Diese Wachleute haben bei Misshandlungen sofort einzugreifen und diejenige Person ins Jenseits zu befördern.

Schreibe einen Kommentar

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox

Abonnieren Sie unseren täglichen Newsletter