Hollywood gegen Benny Gantz

Top-Schauspieler, Musiker und Autoren unterstützen offenen Brief, in dem sie dem israelischen Verteidigungsminister Apartheid und Unterdrückung der palästinensischen Menschenrechte vorwerfen

von Ryan Jones | | Themen: Palästinenser
In der Kritik von Hollywood: Auch wenn Zentristen und Linke an der Macht sind, ist es ein Irrtum zu glauben, dass sich die kulturellen Eliten der Welt für Israel erwärmen werden. Foto: Marc Israel Sellem/POOL

Was wissen sie darüber? Wahrscheinlich nicht viel. Aber das hält die Hollywood-Elite nicht davon ab, ihre öffentliche Plattform zu nutzen, um Israels Verteidigungsminister Benny Gantz dafür zu verurteilen, dass er sechs palästinensische Nichtregierungsorganisationen als terrorunterstützende Organisationen auf die schwarze Liste gesetzt hat.

In einem offenen Brief an die israelische Führung äußerten sich 100 prominente Entertainer, Künstler und andere führende Persönlichkeiten der Branche zu dieser Angelegenheit:


 

In den vergangenen zwei Wochen hat Israel einen beispiellosen und pauschalen Angriff auf palästinensische Menschenrechtsverteidiger gestartet, der damit begann, dass am 19. Oktober 2021 sechs führende palästinensische Menschenrechtsorganisationen als „terroristische“ Gruppen eingestuft wurden.

Trotz der internationalen Verurteilung durch die UNO, internationale Menschenrechtsgruppen und Regierungsvertreter hat die israelische Besatzungsmacht ihr Vorgehen noch verschärft und einen Militärbefehl erlassen, der die sechs palästinensischen Organisationen im Westjordanland vollständig verbietet.

Die lebenswichtige Arbeit dieser sechs Organisationen zum Schutz und zur Stärkung der Palästinenser und um Israel für seine groben Menschenrechtsverletzungen und sein Apartheidregime der institutionalisierten Rassendiskriminierung zur Verantwortung zu ziehen, ist genau die Arbeit, die Israel zu beenden versucht. Israels Einstufung dieser sechs palästinensischen Organisationen als „terroristische“ Gruppen und der militärische Erlass, der sie verbietet, gefährdet die Sicherheit der Organisationen und ihrer Mitarbeiter in hohem Maße.


 

Das Schreiben wurde u. a. von Richard Gere, Mark Ruffalo, Claire Foy, Tilda Swinton, Susan Sarandon und Simon Pegg unterstützt. Die vollständige Liste finden Sie hier.

Die sechs fraglichen palästinensischen NRO stehen alle in Verbindung mit der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), einer weltweit anerkannten terroristischen Organisation. Israel hat in aller Stille Beweise vorgelegt (und vieles davon ist öffentlich zugänglich), dass diese NRO:

  • Verurteilte Terroristen beschäftigt und finanziell entschädigt haben;
  • Dokumente gefälscht haben, um unter dem Vorwand von Aktivitäten, die nicht stattgefunden haben, Spenden für die PFLP zu sammeln; und
  • Erleichterung der Rekrutierung von Aktivisten für den militärischen Arm der PFLP.

Kurz gesagt, die israelische Regierung warf diesen Organisationen vor, dass sie eine Lebensader für die PFLP darstellten, indem sie Spendengelder sammelten, Geld wuschen und Aktivisten rekrutierten.

Um Israels Entscheidung besser zu verstehen, lesen Sie:

Gere, Ruffalo, Sarandon und die anderen haben wenig persönliche Kenntnis von dem, was wirklich vor sich geht. Sie greifen Anschuldigungen auf, die von Anti-Israel-Gruppen und -Organisationen erhoben werden, getrieben von ihrer eigenen Abneigung gegen den jüdischen Staat.

Diejenigen, die mit dem Nahostkonflikt vertraut sind, wissen, dass echte terroristische Organisationen wie die Hamas, die Hisbollah und die Muslimbruderschaft oft echte humanitäre Aktivitäten durchführen. Damit verfolgen sie drei Ziele:

  1. Sie verschleiern ihre gewalttätigeren Aktivitäten.
  2. Sie dienen als Vehikel für die Mittelbeschaffung im Ausland.
  3. Sie schmeicheln sich bei der lokalen Bevölkerung ein, um besser neue Mitglieder zu rekrutieren.

So ist es durchaus möglich, dass die sechs NRO, die im Mittelpunkt des aktuellen Skandals stehen, sowohl humanitäre Organisationen als auch Terroristen sind. Im muslimischen Nahen Osten und insbesondere im Hinblick auf den Konflikt mit Israel schließen sich die beiden Rollen nicht gegenseitig aus.

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