Das Nordreich Israel wird 722 v. Chr. erobert, zehn Stämme verschwinden in der Diaspora. Das Südreich Juda überlebt, ist aber in sich zerstritten. In dieser Zeit übernimmt Hiskija das Zepter. Jesaja prophezeit, dass Hiskija eventuell der Messias sein könne, der das Volk Israel in dieser Notzeit erlösen werde. In der Geschichte gibt es immer wieder Momente, in denen dringend eine Erlösung erwartet wird. Solch ein Moment besteht, als König Hiskija und der assyrische König Sanherib in Eretz Israel zusammentreffen. Der Tag des Gerichts, Gog aus dem Lande Magog, steht vor den Toren Jerusalems.
Hiskija sieht sich als König ganz Israels, nicht nur über Juda. Gezielt spricht er die Übriggebliebenen aus dem Königreich Israel an, zum Großteil Vertriebene. Viele dieser Flüchtlinge werden eingeladen, nach Jerusalem umzusiedeln. Innenpolitisch initiiert der König religiöse Reformen. Er befestigt im Volk den Glauben an Gott. Priester und Leviten werden eingeladen, den Tempel zu reinigen. „Und sie versammelten ihre Brüder und heiligten sich; und sie kamen nach dem Gebot des Königs, den Worten Gottes gemäß, um das Haus Gottes zu reinigen. Und die Priester gingen in das Innere des Hauses Gottes, um es zu reinigen; und sie brachten alle Unreinigkeit, die sie in dem Tempel Gottes fanden, in den Hof des Hauses Gottes hinaus; und die Leviten nahmen sie auf, um sie an den Bach Kidron hinauszubringen.“ (2. Chronik 29)




