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Hisbollah-Drohne tötet israelischen Soldaten im Südlibanon

21-jähriger Givati-Soldat aus Aschkelon gefallen – vier weitere verletzt.

Hisbollah
Michael Tyukin Bildcollage (IDF, Adobe Stock)

Ein israelischer Soldat ist in der Nacht zum Sonntag bei einem Hisbollah-Drohnenangriff im Südlibanon gefallen. Das israelische Militär (IDF) gab am Sonntagmorgen offiziell bekannt, dass Staff Sergeant Michael Tyukin, 21 Jahre alt, aus Aschkelon, im Kampfeinsatz ums Leben gekommen ist.

Tyukin diente im Aufklärungsbataillon 846 der Givati-Brigade. Gegen 22:30 Uhr (Ortszeit) traf eine mit Sprengstoff beladene Drohne der Hisbollah die Stelle, an der seine Einheit im Einsatz war. Vier weitere Soldaten wurden leicht verletzt und zur medizinischen Behandlung evakuiert. Ihre Familien wurden informiert.

Trotz Waffenruhe: Hisbollah setzt Angriffe fort

Innerhalb weniger Tage fielen drei israelische Soldaten durch Hisbollah-Drohnen: Am 24. Mai wurde Sergeant Nehoray Leizer, 19, aus Eilat im Gebiet Bint Dschbeil getötet. Am 28. Mai traf eine Drohne das Militärgelände bei Moshav Schomera – Sergeant Rotem Yanai, 20, aus Givat Ada, wurde getötet, als sie gerade in den Schutzraum lief. Tyukin ist nun der 13. israelische Soldat, der seit Inkrafttreten der Waffenruhe gefallen ist – und insgesamt der 950. Gefallene seit dem 7. Oktober 2023.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erteilte dem israelischen Militär die Erlaubnis, der Hisbollah „einen vernichtenden Schlag“ zu versetzen, und kündigte an, die Angriffe weiter zu verstärken. „Was dies nun von uns verlangt, ist, die Angriffe zu verstärken, die Intensität zu erhöhen“, so Netanjahu. Auch Washington stellte sich hinter Israel: Ein hochrangiger US-Vertreter erklärte, die Hisbollah habe „wiederholte Aufforderungen, den Beschuss Israels einzustellen, ignoriert“ – und sei „vollständig verantwortlich“ für die aktuelle Lage.

Givati-Brigade im Dauer-Einsatz

Die Givati-Brigade operiert seit Monaten intensiv im Südlibanon. Soldaten der Brigade hatten zuletzt Hisbollah-Operativen eliminiert, Waffenlager ausgehoben und Raketenwerfer in zivilen Gebäuden zerstört. Die Drohnenangriffe zeigen: Trotz der seit Mitte April 2026 geltenden „Waffenruhe“ testet die Hisbollah weiter die Grenzen aus – und israelische Soldaten zahlen den Preis dafür.

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Patrick Callahan

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