Guten Morgen Israel – „Und du sollst an deinem Fest fröhlich sein“

Wie kann ich meine Stimmung vor dem Fest ändern?  Wie kann ich die Mitzwot (die Gebote) des Festes erfüllen?

von Anat Schneider | | Themen: Guten Morgen
Foto: Anat Schneider

Boker Tov liebe Leser!

Am Pessach-Abend hatte ich ein etwas unangenehmes Gefühl. Aus der Isolation wurde eine Ausgangssperre, was bedeutete, dass es unmöglich war, sich von den Häusern weiter als 100 Meter zu entfernen.
Unser Sohn Elad war bei der Armee geblieben und feierte das Fest nicht zusammen mit uns. Meine Mutter war zum ersten Mal in ihrem Leben allein zu Hause und musste das Fest ohne uns feiern. So war es auch bei meiner Schwiegermutter Barbara, auch sie blieb am Fest allein.
Ich tat mein Bestes, um ihre Herzen zu erfreuen und schickte ihnen schöne Blumen für das Fest. Auch brachte ich Ihnen leckeres Essen, das ich vorbereitet hatte. Doch nichts konnte das schwere Gefühl in meinem Herzen verdrängen. In ihrem hohen Alter müssen sie jetzt noch Prüfungen und Herausforderungen bestehen. Schon fünf Wochen allein im Haus ohne es verlassen zu dürfen. So wuchs ihre Abhängigkeit von uns immer mehr.

Eine der wichtigsten Bräuche des Passahfestes ist es, das Chametz, das Gesäuerte, in unserer Nähe zu verbrennen. Nicht nur das Brot, sondern auch die Zeichen des Gesäuerten. Die Hauptidee dahinter ist, zu überprüfen, was in mir ist, was in meinem Herzen ist, was in meinem Leben noch sauer ist und was ich loswerden und verbrennen möchte.

Ich überlegte, was ich tun könnte, etwas, das mich betrifft, denn nur dann ist es machbar und kann verändert werden. Wie kann ich meine Stimmung vor dem Fest ändern?  Wie kann ich die Mitzwot (die Gebote) des Festes erfüllen?

 

„Und du sollst an deinem Fest fröhlich sein“ (5. Mose 16:14)

Ich erkannte, dass die Traurigkeit in diesem Moment das Chametz, das Gesäuerte, in mir war. Dann kam mir eine Idee, die begann, meinen Körper mit positiven Energien zu füllen. Ich schickte eine WhatsApp-Nachricht an alle Nachbarn in meiner Straße und lud sie ein, sich um 17 Uhr auf dem Platz neben meinem Haus zu treffen. Ich schrieb ihnen, dass jeder mit einem leeren Weinglas kommen solle, um kurz vor Beginn des Festes gemeinsam das Glas zu erheben. Für den Wein würden wir sorgen.

Es war berührend, die Reaktionen der Nachbarn zu erleben. Wie sie alle um Punkt 17 Uhr kamen, mit einem Glas Wein in der Hand und Schutzmasken auf dem Gesicht. Sie alle hatten den Wunsch, sich zu treffen und zusammen zu sein.
Eine ganze Stunde lang standen wir alle da, unterhielten uns und tauschten Erfahrungen und Gefühle aus. Wir sprachen über den Urlaub, das Essen, das wir für das Fest zubereitet hatten, und die Atmosphäre, die wir schaffen wollten,
Wir haben erkannt, wie wichtig wir füreinander sind. Wie das Zusammensein unsere Herzen ergreift und die unangenehmen Gefühle vertreibt.
Und mit dieser großartigen emotionalen Erfahrung haben wir uns getrennt. Dann kehrte jeder in sein Haus zurück, um das fest allein zu feiern mit dem Gefühl des Zusammenseins.

Jeder kehrte in sein Haus zurück

 

Und nun noch das Wetter für heute in Israel:

Teils heiter, teils wolkig. Am Vormittag weht im Norden ein starker Wind, gegen Mittag wird es auch an der Küste windig werden. Die Temperaturen steigen weiter an und werden für die Jahreszeit normale Werte erreichen. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 22 Grad, Tel Aviv 20 Grad, Haifa 20 Grad, Tiberias am See Genezareth 24 Grad, am Toten Meer 28 Grad, Beersheva 24 Grad, Eilat am Roten Meer 30 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist  weitere anderthalb Zentimeter angestiegen und liegt jetzt bei –208.985 m unter dem Meeresspiegel, es fehlen nur noch 18,5 Zentimeter bis zur oberen Grenze!  

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Dienstag und ein frohes Fest. Denn heute Abend beginnt der siebte Tag des Pessach-Fests

Chag Sameach aus Bar Giora!

 

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