Guten Morgen Israel – Einkauf per Mausklick

Den wöchentlichen Gang zum Supermarkt kann man sich heutzutage sparen. Ein Klick und die Waren sind unterwegs – völlig problemlos? Fast immer.

von Anat Schneider |
Jordan
Foto: Adler Green/TPS

Boker Tov liebe Leser!

Meinen Wocheneinkauf erledige ich gern im Internet. Einmal die Woche wird mir die Bestellung dann nach Hause gebracht. Wir wohnen abgelegen in einem Moschaw und das spart einfach Zeit. Außerdem fehlt mir oft die Münze für den Einkaufswagen. Wenn mir alles zugeschickt wird, fällt auch die lästige Tütenschlepperei weg. Ein kurzer Check, ob alles auf der Liste ist, ein Mausklick und dann kommt die Bestellung. Sicherlich ist nicht immer alles perfekt, manchmal fehlen bestimmte Produkte, die ich aber bezahlt habe, oder statt einem Kilo Zitronen kommen drei riesige Zitronen an. Meist reicht ein Anruf im Supermarkt und dann wird auch das geregelt.

Kürzlich war ich an einem Dienstagabend nicht zu Hause. Ich bat meinen Mann, die Bestellung entgegenzunehmen und zu sortieren. Das war doch nicht zu viel gefragt, oder? Und er legte sich wirklich ins Zeug, sortierte alles mit Liebe ein und entsorgte sogar die Tüten und Kartons draußen im Müll. Ja, bei uns wird Müll nicht getrennt, hier landet alles in der gleichen Tonne. Dass er das so gut gemeistert hat, überraschte mich wirklich positiv. Dann setzte sich Aviel hin, Mission erfüllt!

Als ich später nach Hause kam, war alles tiptopp. Doch war es das wirklich? Gar nichts war tiptopp! Genau zehn Minuten, nachdem er alles im Kühlschrank verstaut hatte, klingelte es an der Tür. Draußen standen vor Aufregung aus der Puste geratene Supermarktangestellte. Sie waren ärgerlich, weil man auf ihre 20 Telefonanrufe nicht reagiert hatte. Was sie nicht wussten: Sie hatten mich angerufen, nicht Aviel. Mein Telefon war aber abgeschaltet. Sie hatten die falsche Bestellung bei uns ausgeliefert. Wäre ich zuhause gewesen, wäre mir das sofort aufgefallen.

Aber mein Mann versteht von diesen Dingen nur wenig. Er machte zwar alles, was ich von ihm verlangte, sogar zweimal, aber das hier war kein leichter Fall. Das war ein typischer Fall, wo mein Mann schnell ausflippt. Ärger hin oder her, Rechthaberei hatte keinen Sinn. Aviel musste nun alles wieder aus dem Kühlschrank und aus den Schränken heraus sortieren. Die Mitarbeiter fragten nach den Papiertüten und Kartons, aber diese waren schon alle im Mülleimer. Was für ein Durcheinander, Aviel musste wieder alles von vorne beginnen.

Als ich dann nach Hause kam, war alles wieder sauber und sortiert. Die Ruhe nach dem Sturm. Kerzenlicht und Jazzmusik im Hintergrund. Dann erzählte er mir mit lustiger Laune, was passiert war. Katastrophe. Wir beide lachten über diesen verrückten Zwischenfall. Bei Aviel ist immer alles schnell vergessen und ich war dankbar, dass ich an diesem Dienstag nicht zu Hause war. 

Und hier das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis teilweise bewölkt mit einem weiteren Anstieg der Temperaturen., es bleibt jedoch für die Jahreszeit noch inner etwas zu kühl. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 10 Grad, Tel Aviv 15 Grad, Haifa 13 Grad, Tiberias am See Genezareth 17 Grad, am Toten Meer 16 Grad, Beersheva 13 Grad, Eilat am Roten Meer 20 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um weitere fünf Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei –210.44 m unter dem Meeresspiegel.

Im Namen aller Mitarbeiter von Israel Heute wünsche ich Ihnen nun einen angenehmen Sonntag und eine gute Woche.

Schalom aus Jerusalem!

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