Guten Morgen Israel – Die Ehe ist ein Wunder

von Michael Selutin

Die Thora hat gute Ratschläge für eine erfolgreiche Ehe. Und das an Stellen, die von Kriegen handeln.

Paar Foto: Mila Aviv/Flash90

Boker Tov liebe Leser!

Michael und Kinder

Im Wochenabschnit Beschalach lesen wir über die Spaltung des Schilfmeeres und wie das Volk Israel durch seine Flucht durch das gespaltene Meer den ägyptischen Verfolgern entkommt. Die jüdischen Weisen sagen, dass es so schwer ist, seinen Ehepartner zu finden, wie das Schilfmeer zu spalten, es ist also ein Wunder, seinen Partner zu finden. Doch wer von uns kann schon Wunder vollbringen? Kann ich mir meine Traumfrau herbeizaubern, die dann hinter einem Vorhang steht, der sich auf wundersame Weise teilt?

Die jüdische Tradition berichtet, dass sich das Schilfmeer erst zu teilen begann, als ein Israelit bereits bis zur Nasenspitze ins Wasser gegangen war. Erst nach diesem Zeugnis des Gottvertrauens spaltete sich das Meer. Auf diese Weise sollen wir auch eine potenzielle Ehe angehen. Wer einen passenden Partner hat, soll mit Zuversicht den Schritt zur Ehe machen und darauf vertrauen, dass Gott dann das Meer teilt, also dabei hilft, die Ehe auch erfolgreich verlaufen zu lassen.

Natürlich wird es Schwierigkeiten geben, auch für das Volk Israel war der Gang durch das Schilfmeer sicherlich schwer. Rechts und links türmten sich die Gewässer, vielleicht schwammen Haie und andere Seeungeheuer neben den ängstlichen Juden entlang. Aber mit Gottvertrauen können alle Ängste überwunden werden.

Ist der Partner vorbestimmt? Ein Paar im Machane Jehuda Markt in Jerusalem.

Worin genau besteht dieses Gottvertrauen in einer Ehe? Ein weiterer Spruch der Weisen sagt, dass Gott bereits vor der Geburt eines Menschen festgelegt hat, wen er heiraten wird. Es gibt natürlich Ausnahmen und manchmal ist eine Scheidung notwendig, aber im Normalfall sollte man davon ausgehen, dass man den Partner geheiratet hat, der einem bestimmt wurde. Diese Einstellung wirkt einem großen Problem der heutigen Zeit entgegen, denn oft hört man, dass man „nicht den Richtigen“ geheiratet hat. Bei Problemen wird gesagt, man hat einfach die falsche Person geheiratet, anstatt die Probleme zu lösen. Scheidungen sind heute im historischen Vergleich relativ einfach und vielleicht wird der nächste Partner eben der Richtige sein.

Die Thora lehnt diese Einstellung ab. Wer an den Gott Israels glaubt, ihm vertraut und verheiratet ist, muss sich immer wieder sagen, dass er seinen vorbestimmten Partner gefunden hat und mit diesem durch dick und dünn, oder eben das Schilfmeer gehen wird. Natürlich gilt dies nur im allgemeinen Fall, wer in seiner Ehe missbraucht wird, oder andere unlösbare Probleme hat, sollte sich jede Hilfe beschaffen, die er kann, inklusive Therapeuten, Anwälte oder die Polizei.

Gerade in der heutigen Corona-Zeit, in der man so viel mit der Familie zu Hause ist, hat man vielleicht öfter als sonst das Gefühl bis zur Nasenspitze im Wasser zu stecken und an seinen Familienproblemen zu ersticken. Zumindest mir geht es oft so, aber da ich voller Gottvertrauen stecke, stelle ich meine Ehe nicht infrage. Und wie sieht das in Bezug auf meine Kinder aus? Hat Gott mir auch den anstrengenden Nachwuchs zugewiesen? Man braucht keinen Vers aus der Thora, um diese Frage bejahend zu beantworten. Und so bleibt uns nichts anderes übrig, als zuversichtlich durch das Schilfmeer zu spazieren. Man kann weder nach links, noch nach rechts gehen, nur geradeaus und am Ende (wenn die Kinder selbst verheiratet und aus dem Haus gezogen sind) wird es eine große Erlösung geben.

Jerusalem, gestern

Das Wetter für heute in Israel

Vom Norden bis zum nördlichen Negev wird es auch heute vereinzelte Regenfälle geben, die von Gewittern und starken Winden begleitet werden können. Kalt. Auf dem Hermon-Berg wird weiterer Schnee erwartet. Auch in den Golanhöhen können ein paar Schneeflocken fallen.  Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 9 Grad, Tel Aviv 15 Grad, Haifa 12 Grad, Tiberias am See Genezareth 16 Grad, am Toten Meer 21 Grad, Beersheva 14 Grad, Eilat am Roten Meer 19 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weitere anderthalb  Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei – 209.685 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen nur noch 88,5 Zentimeter  bis zur oberen Grenze!

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen ein angenehmes Wochenende und einen gesegneten Schabbbat. Machen Sie es gut.

 

Schabbat Schalom aus Bet Schemesch!

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