Mitglieder„Gott ist mein Gegenmittel“

Immer mehr prominente Rabbiner rufen ihre Bevölkerung auf, den menschlichen Geboten zu folgen, um weiterzuleben und in Zukunft wieder göttlichen Geboten folgen zu können.  

von Aviel Schneider |
Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Für viele orthodoxe Juden stellen die Vorsichtsmaßnahmen des israelischen Gesundheitsministeriums keinen Grund zur Panik dar. Gegen alle Anordnungen hat beispielsweise eine orthodoxe Gemeinschaft in Beit Schemesch eine wilde Hochzeitsfeier abgehalten, was in den israelischen Medien heftig kritisiert wurde. Auch in den sozialen Netzwerken kommentieren Tausende Israelis das unverantwortliche Verhalten ihrer orthodoxen Geschwister.

Anfänglich haben zahlreiche Rabbiner mit den neuen Regierungsvorschriften nicht kooperiert, denn sie sind der Meinung, gegen alles geimpft zu sein. „Gott ist mein Gegenmittel zum Coronavirus“, sagte mir ein orthodoxer Jude an der Tankstelle halb ernst, halb zynisch. Aus Sicht dieser Menschen ist alles in Gottes Händen, daher machen menschliche Vorschriften für sie oft keinen Sinn. „Der Allmächtige hat die Kontrolle und bewahrt mich“ habe ich nacheinander von orthodoxen Juden gehört. Diese Denkweise basiert auf derselben Mentalität, nach der orthodoxe Juden nicht in der Armee dienen. Sie betrachten sich als Armee Gottes und sehen ihren Verteidigungsdienst im Gebet und Thoralernen. Das ist eine fremde Weltanschauung, die für die meisten Menschen in Israel unverständlich ist.  

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