Wenn ehemalige Führungspersönlichkeiten und langjährige Weggefährten auf der Weltbühne einen „üblen Ruf“ über das eigene Land verbreiten, rühren sie an ein tiefsinniges biblisches Verbot, nämlich das Gift der bösen Rede, das wie ein Pfeil trifft und wie verborgene Glut nachbrennt. Wer das Land Israel aus dem Inneren heraus brandmarkt, liefert seinen Feinden Munition. Doch die Antwort auf diese Bitterkeit finden wir nicht in politischen Debatten, sondern in der Stille der Wüste, im Schatten jener Bäume, die in der Bibel niemals nur Kulisse sind. Von Abrahams Terebinthen bis zu Elias Ginsterstrauch lehrt uns die biblische Botanik, dass wahre Führung nicht im Richten über die Schwächen des Volkes besteht, sondern im Aushalten der Glut und im Segen über das eigene Erbe.
Elia flieht in die Wüste, weil das Volk Israel ihn schier zur Verzweiflung gebracht hat. Für ihn sind alle zu Götzendienern geworden, er sieht sich selbst als den einzigen Gerechten, der überhaupt noch zählt. Doch dann schläft er unter dem Rotem (רֹתֶם), unter einem Ginsterstrauch. Ein...
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Danke für diesen ausgesprochenen Insiderkommentar.
Es geht in die Tiefenschicht, eure Hebräischkenntnisse sind uns eine große Hilfe.
Der als „Feigenbaum von Nofim“ dargestellte Baum ist kein herkömmlicher Feigenbaum, wie wir ihn kennen, sondern ein sogenannter „Großblättriger Feigenbaum“, ein Maulbeergewächs.
Es wäre noch interessant, was Aviel weiß über den Maulbeerfeigenbaum, auf dem Zachäus saß.