Frieden mit Israel spielt wichtige Rolle bei Libyens Wahlen

Das nordafrikanische Land möchte als nächster arabischer Staat den Abraham-Abkommen beitreten

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Abraham Abkommen, Libyen
Der libysche Präsidentschaftskandidat Saif al-Islam Gaddafi (links). Der Frieden mit Israel ist zu einem wichtigen Wahlkampfthema in dem nordafrikanischen Land geworden. Foto: EPA-EFE

Die Beziehungen zu Israel sind seit langem ein wichtiges Wahlkampfthema in den Vereinigten Staaten und einigen europäischen Ländern. Nun ist dies auch in einer Reihe von arabischen Staaten der Fall.

Libyen scheint der nächste arabische Staat zu sein, der dem Abraham-Abkommen beitritt, das bisher den Frieden zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Marokko und dem Sudan ermöglicht hat.

Das nordafrikanische Land hat in den letzten Jahren zwei verheerende Bürgerkriege erlebt, darunter einen Aufstand im Rahmen des „Arabischen Frühlings“, im Zuge dessen der langjährige Diktator Muammar Gaddafi gestürzt und getötet wurde. Die Kandidaten für die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Libyen am 24. Dezember wissen, dass der Wiederaufbau des Landes durch eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel erheblich beschleunigt werden kann.

Der offensichtliche Spitzenkandidat bei den Wahlen ist General Khalifa Haftar, der die Idee des Friedens mit Israel zu einem der wichtigsten Punkte in seinem Wahlprogramm gemacht hat. Israelische Medien enthüllten letzten Monat, der General habe sogar eine israelische Beratungsfirma mit der Beratung seiner Kampagne beauftragt.

„Nur ein Normalisierungsabkommen mit Israel, das Libyen in das Abraham-Abkommen einbezieht, kann Libyens Sanierungsplan, der sich auf Hunderte von Milliarden Dollar beläuft, in Gang bringen“, wurde Haftar kürzlich gegenüber seinen Anhängern zitiert.

Gegen Haftar tritt Gaddafis Sohn, Saif al-Islam Gaddafi, bei der Wahl an.

Wie der jüngere Gaddafi zum Frieden mit Israel steht, ist weniger klar, obwohl er Berichten zufolge dieselbe israelische Beratungsfirma beauftragt hat, die auch Haftar berät. Sollte Gaddafi einen Frieden mit Israel in Erwägung ziehen, wäre das keine große Überraschung, da sein Vater lange Zeit eine etwas versöhnlichere Haltung gegenüber dem jüdischen Staat einnahm als seine zeitgenössischen arabischen Diktatoren.

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