Agam Berger, die am 30. Januar aus der Geiselhaft der Hamas befreit wurde, besuchte in der Nacht zum Sonntag das Josefsgrab in Nablus (Sichem), einer Stadt in Samaria. Die 20-Jährige, die als Feldbeobachterin bei den Israelischen Verteidigungsstreitkräften diente, verbrachte 482 Tage in der Gewalt der Terrororganisation, nachdem sie am 7. Oktober 2023 beim Angriff auf den IDF-Stützpunkt Nahal Oz entführt worden war. Ihre Freilassung erfolgte im Rahmen eines Waffenstillstandsabkommens, das am 1. März endete.
Berger, die ausführlich darüber gesprochen hat, wie sie während ihrer fast 500 Tage in Gefangenschaft ihren Glauben bewahrte, besuchte das Josefsgrab unter starker Sicherheitspräsenz. Begleitet wurde sie von ihrer Mutter, dem Vorsitzenden des Regionalrats von Samaria, Yossi Dagan, dem Oberrabbiner von Samaria, Elyakim Levanon, sowie Militärangehörigen. Während ihres Besuchs entzündeten Berger und Dagan eine Kerze an der Stätte. Dagan überreichte ihr zudem eine Ehrenurkunde mit einem Zitat ihrer Worte nach der Freilassung: „Ich habe den Weg des Glaubens gewählt.“ Rabbi Levanon segnete sie und ihre Mutter und sprach ein Gebet für die Rückkehr aller Geiseln sowie für den Sieg im Krieg gegen die Hamas.
Berger betonte, wie wichtig es sei, die verbliebenen Geiseln nicht zu vergessen: „Niemand darf zurückgelassen werden. Sie brauchen uns, unsere Gebete und unsere Stärke.“
אגם ברגר, ששוחררה משבי חמאס בעסקת החטופים לאחר 482 יום, נכנסה הלילה לקבר יוסף יחד עם אמה מירב. „הם צריכים אותנו, הם צריכים את התפילות שלנו, הם צריכים אותנו חזקים בשבילם“, אמרה אגם, ומירב הוסיפה: „שנזכה להגיע למקום הקדוש הזה – לא באישון לילה“
ראש מועצת שומרון יוסי דגן: „עם האמונה… pic.twitter.com/2SjQylMUjP
— חנן גרינווד (@hanan_green) March 3, 2025
„Der 7. Oktober war für uns alle ein Moment der Reflexion, sowohl persönlich als auch als Gemeinschaft. Ich bin hier, um für unsere Brüder zu beten, damit sie bald wieder in die Arme ihrer Familien zurückkehren können“, sagte ihre Mutter Merav Berger. „Wir müssen uns wieder darauf besinnen, wer wir sind – eine Familie.“
In Bezug auf die Einschränkungen für jüdische Besuche des Josefsgrabs fügte sie hinzu: „Möge der Tag kommen, an dem die Entführten diesen heiligen Ort besuchen können – am helllichten Tag und nicht heimlich in der Nacht. Agam wurde als Jüdin entführt, und es ist an der Zeit, dass wir zu unserer Identität und unseren Werten zurückkehren. Wir müssen wieder als Juden handeln. Möge die Erlösung bald und in Barmherzigkeit kommen.“
Das Josefsgrab war immer wieder Ziel von Angriffen durch arabische Vandalen. Nachdem Israel den Ort wenige Tage nach einem tödlichen Angriff am 1. Oktober 2000 aufgegeben hatte, versprach die Palästinensische Autonomiebehörde, die Stätte zu schützen. Doch kurz darauf wurde sie zerstört.
Seit 2022 hat sich die Sicherheitslage in Judäa und Samaria derart verschlechtert, dass die IDF wieder in Sichem operiert. Anfangs versuchten kleine Gruppen jüdischer Gläubiger, ohne offizielle Erlaubnis dort zu beten, oft unter hohem Risiko. Heute finden diese Besuche regelmäßig bei Nacht statt, begleitet von starken militärischen Sicherheitsmaßnahmen.




