Es ist Zeit, dass die Palästinenser aufgeben

Die Palästinenser sehen es als “Kapitulation” an, ihre blutige nationalistische Agenda aufzugeben, aber ohne sie kann es keinen Frieden geben

Es ist Zeit, dass die Palästinenser aufgeben
Yonatan Sindel/Flash90

Zu diesem Schluss kommt Israels UN-Botschafter Danny Danon in seinem neuesten Artikel in der New York Times mit dem Titel “Was ist falsch an einer palästinensischen Kapitulation?” Danon ist der Ansicht, dass die palästinensische Kapitulation für das Erreichen eines Friedens notwendig ist.

„Viele auf palästinensischer Seite, einschließlich Präsident Mahmud Abbas und dem palästinensischen Verhandlungsführer  Saeb Erekat, sagen, dass der Plan schon bei seiner Veröffentlichung tot sei und dass ein Eingehen darauf mit einer palästinensischen Kapitulationserklärung gleichkomme. Ich frage: Was ist falsch an einer palästinensischen Kapitulation?” Danon schrieb den Artikel in Bezug auf den als „Jahrhundert-Deal“ bezeichneten Friedensplan, den die Gesandten von US-Präsident Donald Trump diese Woche in Bahrain vorgelegt haben.

Die Palästinensische Autonomiebehörde boykottierte die Versammlung und überredete palästinensische Geschäftsleute, noch nicht einmal an den wichtigen Workshops zur Wirtschaftsstrategie teilzunehmen, um das Alltagsleben der Palästinenser signifikant zu verbessern. Danon erinnert die Palästinenser daran, dass sie erneut eine wunderbare Gelegenheit für ein besseres Leben verpassen würden, das durch ein Friedensabkommen mit Israel möglich sei.

Wir alle erinnern uns, dass Botschafter Danon seine Bibel in den Vereinten Nationen in der Hand hielt, um kühn zu verkünden, dass das Land Israel für immer dem jüdischen Volk gehöre (siehe „Israels UN-Botschafter beruft sich auf die Bibel“). Jetzt ruft Danon die Palästinenser dazu auf, ihre „nationale Identität“ niederzulegen, die auf einer fehlgeleiteten Fantasie der Zerstörung Israels beruht. „Doch Herr Erekat und die palästinensische Führung entscheiden sich dafür, den Kurs beizubehalten und den Begriff Aufgabe abzulehnen. Auf diese Weise enthüllen sie die unangenehme Wahrheit über die nationale Identität der Palästinenser: Sie ist nicht dadurch motiviert, ein besseres Leben für ihr Volk aufzubauen, sondern Israel zu zerstören“, schreibt er.

Danon zitiert dann aus der PLO-Charta: „Die Palästinensische Autonomiebehörde nennt ihre Grundsätze wie die ‘nationale Einheit, nationale Mobilisierung und Befreiung’ und spricht über den ‘grundlegenden Konflikt, der zwischen den Kräften des Zionismus und des Imperialismus auf einer Seite und dem palästinensisch arabischen Volk auf der anderen Seite besteht.’ Palästinensische Führer haben mehrfache Friedensangebote abgelehnt, Intifadas und Kriege ins Leben gerufen und unzählige Terrorakte unterstützt, um diesem Grundsatz zu folgen.”

Danon weist darauf hin, dass das gesamte Ziel und der Zweck des Aufbaus einer palästinensischen Nation darin besteht, den jüdischen Staat zu zerstören, daher müssten die Palästinenser ihre nationale, nicht ethnische Identität aufgeben. „Verhandlungen ohne die ausdrückliche Zustimmung eines palästinensischen Staates werden als Ablehnung der nationalen Identität der Palästinenser und als Bestätigung dessen angesehen, dass Israel und das jüdische Volk hier bleiben werden. Kurz gesagt, für Abbas und Erekat ist dieser Ansatz mit nationalem Selbstmord vergleichbar. Doch ein nationaler Selbstmord am gegenwärtigen politischen und kulturellen Ethos der Palästinenser ist genau das, was für den Frieden erforderlich ist. Der Glaube, wonach die Juden kein Recht auf Land und Israel haben, was zu einer Kultur des Hasses und der Aufstachelung führt, muss zerstört werden.“

Danon vergleicht die Übergabe Ägyptens an Israel mit der Situation der Palästinenser. Nach der Niederlage in vier konventionellen Kriegen zwischen 1948 und 1973 gab Ägypten im Nahen Osten die Idee auf, Israel aus der Region zu vertreiben, und Präsident Anwar Sadat entschied sich für den Frieden, den Israel zu akzeptieren bereit war. Nach dem Friedensabkommen von 1979 wurde Ägypten ein begünstigter Empfänger von amerikanischer Außen- und Militärhilfe und der Nutznießer eines Zuflusses westlicher Investitionen. Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass eine palästinensische Kapitulationserklärung nicht zu einer ähnlichen Veränderung führen könnte. “

Danon schließt seinen Artikel mit den Worten: „Die Palästinenser haben wenig zu verlieren und alles zu gewinnen, wenn sie das Schwert niederlegen und den Olivenzweig annehmen. Israel erwartet die Entstehung eines palästinensischen Anwar Sadat, eines Führers, der bereit ist, das Beste für sein Volk zu tun – ein Führer, der erkennt, dass der Aufbau einer glänzenden Zukunft die Aufgabe einer dunklen Vergangenheit erfordert. “

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