Einige Israelis sind der Meinung, dass die Zeit für Netanjahu abgelaufen ist

Die Entscheidung des Generalstaatsanwalts, Netanjahu anzuklagen, war genau das, worauf die Gegner des Premierministers gewartet hatten.

Es war der Moment, auf den die politischen Gegner von Premierminister Benjamin Netanjahu aus dem gesamten politischen Spektrum gewartet hatten.

Zum ersten Mal in der Geschichte Israels, wurde am Donnerstag die Empfehlung ausgesprochen, einen amtierenden Ministerpräsidenten der Korruption anzuklagen.

Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit gab die dramatische Ankündigung bekannt, Netanjahu wegen Bestechung und Vertrauensbruch anzuklagen.

Gleich darauf gab es Stimmen, die den Rücktritt Netanjahus forderten, um Israel die Demütigung zu ersparen, einen amtierenden Ministerpräsidenten vor Gericht zu sehen.

Die linksgerichteten Medien waren voller Schlagzeilen und Kommentare dazu, wie Netanjahus angeblicher Missbrauch den jüdischen Staat irreversibel getrübt hatte. Einige protestierten trotz des winterlichen Wetters vor dem Amtssitz des Premierministers und bestanden darauf, dass für Netanjahu die Zeit gekommen sei, zurückzutreten.

Netanjahu hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestritten und weigert sich, als Premierminister zurückzutreten. Aber selbst wenn er sich im bevorstehenden Rechtsstreit schließlich durchsetzt, könnten alleine die Anklagen ausreichen, um ihm eine weitere Amtszeit als Israels Führer zu verweigern, wenn die Nation in einem Monat zu den Wahlen geht.

FOTO: Eine Gruppe Demonstranten versammelten sich vor dem Wohnsitz von Netanjahu in Jerusalem und forderten ihn zum Rücktritt auf, nachdem der israelische Generalstaatsanwalt seine Absicht bekannt gegeben hatte, den Premierminister wegen Korruption anzuklagen. (Hadas Parush / Flash90)

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