Solche lebten vor allem in Osteuropa und waren Nachkommen der chassidischen Dynastien mit tausenden Jüngern. Jedes Wort dieser Rabbis wurde von ihren Schülern fast wie direkte Kommunikation Gottes aufgenommen. Geschichten über Wundertaten dieser heiligen Männer wurden nicht nur Kindern erzählt, sondern sie galten als Parabeln für das eigene Leben.
Einer der letzten Überlebenden dieser Zeit war der Kaliver Rebbe, der Anfang April im Alter von 96 Jahren in seinem Haus in Jerusalem starb. Rabbi Menachem Mendel Taub wurde 1923 im rumänischen Transsylvanien geboren. Er übernahm die Führung seiner Chassiden von seinem Vater. 1944 wurde er nach Ausschwitz deportiert, wo Josef Mengele ihn für chemische Experimente missbrauchte. So kam er zu seinem „Markenzeichen“, denn nach den Misshandlungen wuchs ihm kein Bart mehr.
Nach dem Krieg fand er seine Frau Chana Sara in Schweden wieder. Sie gingen in die USA, 1962 dann nach Israel. In Rishon Le Zion gründete er eine neue Kaliver Gemeinde. Diese zog später um, zunächst nach Bnei Brak, schließlich nach Jerusalem. Das Ehepaar blieb kinderlos.
Der Kaliver Rebbe wurde zu...
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