Direkteinschlag in Ashkelon – Ein Toter

Der Süden des Landes kommt nicht zur Ruhe. Die jüngste Runde der Gewalt hat nun auch ein erstes Opfer auf israelischer Seite zu beklagen, ein 58-jähriger Vater von vier Kindern.

von Dov Eilon |
Foto: Noam Rivkin Fenton/Flash90

Die Raketenangriffe auf Israel wurden auch in der Nacht fast pausenlos fortgesetzt. Gegen 2:30 Uhr schlug eine aus dem Gazastreifen abgeschossenen Rakete in ein Haus in der Stadt Ashkelon ein. Ein 58 Jahre alter Mann wurde dabei von Splittern in der Brust getroffen. Eine Stunde danach erlag er im Krankenhaus seinen Verletzungen. Bei dem Opfer handelt es sich um Moshe Aggadi, Vater von vier Kindern.

Video: Die von einer Rakete getroffene Wohnung des Opfers (Foto: Noam Rivkin Fenton/Flash90)

In der vergangenen Nacht hat die israelische Armee Angaben eines Armeesprechers zufolge um die 60 Terrorziele im Gazastreifen angegriffen. Insgesamt wurden bisher 200 Ziele angegriffen.

Auch die Stadt Beersheva war in der Nacht Ziel der Terroristen, die damit drohten, den Angriffsradius noch zu erweitern, sollte Israel seine Angriffe auf den Gazastreifen nicht einstellen. Tel Aviv würde das nächste Ziel sein. Das Abwehrsystem Iron Dome konnte einen großen Teil der auf Beersheva abgefeuerten Raketen abwehren, zwei von ihnen explodierten jedoch in der Stadt. Eine Rakete schlug in eine Schule ein und löste ein Feuer aus, die zweite Rakete traf ein Wohnhaus. Verletzte hat es in diesem Fall nicht gegeben.

Raketenabwehr über Ashkelon, heute Nacht

In der Beduinenstadt Laquia wurden zwei Menschen durch eine Rakete leicht verletzt.

Im gesamten Süden des Landes, in einem Radius von 40 Kilometern vom Gazastreifen entfernt, findet heute kein Schulunterricht statt. Um die 200.000 Schüler bleiben zu Hause und werden sich in der Nähe der Schutzräume aufhalten müssen.

Für heute früh hat Ministerpräsident eine Sitzung des Sicherheitskabinetts einberufen, um über die weiteren Schritte zu beraten.

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