Die kranke „Woke“-Welt

Der tragische Fall von Christen, die sich einer unheiligen Allianz gegen Israel anschließen

Foto: Illustration - Hadas Parush/Flash90

Während die Nationen darum kämpfen, sich aus dem erstickenden Kokon der pandemischen Abriegelung zu befreien, stellen sich geistliche Mächte der Bosheit zum Kampf gegen Gottes Volk und das Evangelium Christi auf.

Methodisten in Großbritannien haben gerade eine einwöchige Konferenz abgehalten, auf der sie aufgefordert wurden, eine Reihe von Anti-Israel-Anträgen zu unterstützen, die Israel als „Apartheidstaat“ bezeichnen und Sanktionen fordern.

Mit Unterzeichnung dieser Petitionen schließen sie sich einer Allianz radikal-islamischer Gruppen an, deren erklärtes Ziel die Zerstörung des jüdischen Heimatlandes ist.

Die Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionsbewegung (BDS), die sie unterstützen sollen, ist selbst eine eklatant antisemitische Kampagne, die das gleiche Ziel verfolgt. Laut Christians United for Israel haben BDS-Aktivisten wiederholt zugegeben, dass „das wahre Ziel von BDS ist, den Staat Israel zu Fall zu bringen“.

Was die völlig unbegründete Beschreibung Israels als Apartheidstaat angeht, so ist dies ein möglicher Verstoß gegen die Definition von Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance, die von der britischen Regierung, von Stadträten und anderen Institutionen im ganzen Land, einschließlich der Kirche von England, übernommen wurde.

Warum diese ganze Betonung der vermeintlichen Bosheit derer, die uns die kostbare Heilige Schrift gegeben haben, und unseres Herrn Jesus selbst? Warum ignoriert man derweil augenscheinlich die vielen Diktatoren auf der ganzen Welt, die ihr Volk mit brutaler Gewalt unterdrücken? Warum diese obsessive Konzentration auf das kleine Israel, die einzige Demokratie im Nahen Osten?

Diese Frage könnte man auch der südafrikanischen Regierung stellen, die derzeit einen persönlichen Rachefeldzug gegen ihren eigenen Obersten Richter, Mogoeng Mogoeng, führt, weil dieser die Frechheit besaß, letztes Jahr in einem Webinar seine „christlich-zionistische“ Meinung zu äußern.

Sein „Verbrechen“ war es, seinen auf der Bibel basierenden Glauben zu äußern, dass nämlich die Juden Gottes auserwähltes Volk sind und dass Christen eine klare Pflicht haben, sie zu lieben und zu unterstützen, obwohl er auch seine Liebe zu den Palästinensern bekundet hat – wie es alle Jünger Jesu tun sollten. Wo liegt also das Problem?

Bei der Übergabe einer von 150.000 Südafrikanern unterzeichneten Petition vor dem Parlament in Kapstadt – in der Präsident Cyril Ramaphosa aufgefordert wird, Mogoengs Recht auf Meinungsfreiheit zu unterstützen – sagte Vivienne Myburgh, die Kontroverse sei eine Fortsetzung eines uralten Kampfes, von dem in Psalm 83 die Rede ist, der besagt, dass diejenigen, die Gott hassen, das Volk Gottes selbst angreifen werden.

Vivienne, nationale Direktorin des südafrikanischen Zweigs der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem, sagte, es sei traurig, dass der Präsident einer größtenteils christlichen Nation sich auf die Seite der Agenda von Israels Feinden „in diesem uralten Kampf“ stelle.

In dem oben erwähnten Psalm bittet der Komponist Asaph Gott, seine Klage zu hören: „Sieh, wie deine Feinde knurren, wie deine Feinde ihr Haupt erheben. Mit List verschwören sie sich gegen dein Volk; sie schmieden Komplotte gegen die, die du schätzt. ‚Kommt,‘ sagen sie, ‚lasst uns sie als Nation vernichten, damit man des Namens Israels nicht mehr gedenkt.‘ Einmütig schmieden sie einen Plan; sie verbünden sich gegen dich…“ (Psalm 83:2-5)

Dieses 3000 Jahre alte Lied könnte auch für heute geschrieben worden sein! Die BDS-Bewegung ist eine „Allianz“, genauso wie die Hamas und die Hisbollah mit dem Islamischen Dschihad, dem Iran und all den anderen Terroristen verbündet sind, die entschlossen sind, Israel von der Landkarte zu tilgen. Es gibt eine Menge Gerede über Verschwörungstheorien, die die Runde machen, aber diese hier übertrifft sie alle – und es geschieht wirklich!

Und jetzt schließen sich sogenannte Christen diesem bösen Netzwerk an. Der Gründer der Methodisten, John Wesley, der durch seine gesalbte Predigt des Evangeliums, unterstützt durch die erhabenen Hymnen seines Bruders Charles, eine weltweite Erweckung des vom Heiligen Geist inspirierten Christentums anführte, hätte die heutigen Methodisten für ihre unbiblischen und ungnädigen Absichtserklärungen sicherlich als völlig daneben gescholten. Zufälligerweise steht auch die gleichgeschlechtliche Ehe auf ihrer Konferenzagenda – was angesichts der „Woke“-Agenda keine Überraschung darstellt.

In seinen Notizen zum Römerbrief und mit besonderem Bezug auf die zukünftige Wiederherstellung Israels in sein altes Land schrieb Wesley: „So viele Prophezeiungen beziehen sich auf dieses große Ereignis, es wäre überraschend, wenn irgendein Christ daran zweifeln würde. Und diese werden durch die wunderbare Bewahrung der Juden als ein eigenständiges Volk bis zum heutigen Tag in hohem Maße bestätigt.“ Bedenken Sie, dass diese Worte im 18. Jahrhundert geschrieben wurden.

Methodistin Pam Smith, die seit 45 Jahren als Predigerin in der Gemeinde tätig ist, ist schon seit Jahren nicht mehr mit den Entscheidungen der Konferenz zu Israel und anderen Themen einverstanden. Sollte die gleichgeschlechtliche Ehe genehmigt werden, werde sie sogar zurücktreten. Das wäre der letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringen würde, sagte sie uns. „Wenn ich darüber nachdenke, bricht es mir absolut das Herz, nicht mehr Teil des Methodismus zu sein, aber ich kann nicht Mitglied einer abgefallenen Kirche sein. Und ich glaube nicht, dass ich damit allein bin.“

Die BBC, gegründet auf christlichen Prinzipien, hat immer wieder Kritik für ihre Voreingenommenheit gegenüber Israel einstecken müssen. Viele Prominente sind schon auf den BDS-Zug aufgesprungen.

Schauspieler Mark Ruffalo, der in der Vergangenheit mit der Behauptung, Israel begehe einen Völkermord, ein verzerrtes Bild der Realität gezeichnet hat, rief neulich allerdings zu Mäßigung auf. „Es ist nicht korrekt; es ist aufrührerisch, respektlos und wird benutzt, um Antisemitismus hier und im Ausland zu rechtfertigen. Jetzt ist es an der Zeit, Übertreibungen zu vermeiden“, schrieb er auf Twitter. Ein Hauch von frischer Luft in der Tat. Lasst und hoffen und beten, dass immer mehr Menschen aus ihrem „Woke“-Wachkoma aufwachen!

 


Charles Gardner ist Autor folgender Bücher: „Israel the Chosen“, erhältlich bei Amazon; „Peace in Jerusalem“, erhältlich bei olivepresspublisher.com  und „A Nation Reborn“, erhältlich bei Christian Publications International.

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