Die aktuelle Lage im Lichte der Bibel

Alle sind hinter seiner Herrlichkeit zurückgeblieben, aber es gibt einen Ausweg

Die aktuelle Lage im Lichte der Bibel
Flash90

Menschen reagieren menschlich auf eine Pandemie. Nachprüfbare Events werden üblicherweise akzeptiert. Doch gleich danach gibt es Diskussionen über die wahre Bedeutung dieser Ereignisse.

Die schonungslose Realität dieser Pandemie ist für viele Menschen verstörend. Viele vermuten eine Verschwörung dahinter oder Komplotte, geschmiedet von China, der CIA oder gar Israels Mossad. Andere bestreiten, dass die Pandemie ein Problem darstelle und bestehen darauf, dass das Ganze nur eine manipulative Finte der Politiker sei, mit der sie ihre Macht sichern wollen.

 

Wo ist Gott in all dem?

Nur ein allwissender Gott weiß genau, wie viele Menschen von dem Virus betroffen sein werden und zu welchem Ausmaß. Die Sichtweise der Bibel spiegelt sich auf verblüffende Weise in den rabbinischen Gebeten zu Rosch HaSchana und Jom Kippur ‘Unetaneh tokef’ wider, wo ausgerufen wird, dass Gott inmitten aller Ereignisse sowohl gut als auch souverän ist:

„Und Du wirst die Schicksale aller Deiner Kreaturen aufteilen und ihr Urteil festlegen…

Wie viele werden vergehen und wie viele werden geboren werden,

Wer wird leben und wer wird sterben,

Wer wird das Ende seiner Tage erreichen und wer nicht,

Wer wird durch Wasser und wer durch Feuer umkommen,

Wer durch Schwert und wer durch wildes Tier,

Wer durch Hungersnot und wer durch Durst,

Wer durch Erdbeben und wer durch Pest,

Wer durch Würgen und wer durch Steinigen.“

Man muss sich daran erinnern, dass Gott wirklich „einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat“ (Apg. 17,31). In diesem Lichte bekennen wir reumütig: „Wenn Du, o HERR, Sünden anrechnest, HERR, wer kann bestehen? Aber bei Dir ist die Vergebung, damit man Dich fürchte“ (Ps.130,3-4)

 

Den ersten Stein werfen

Wenn etwas Schlechtes geschieht, dann wollen wir wissen, warum. Wer ist daran schuld? Auf wen können wir mit dem Finger zeigen? Zwei Gedanken dazu:

Der schiitische irakische Islam-Gelehrte Hadi Al-Modarresi aus Qom im Iran sagte am 28. Februar 2020, dass die Verbreitung des Coronavirus ohne Zweifel Allahs göttliche Strafe für China sei, wegen der dortigen Respektlosigkeit gegenüber Muslimen und dem Islam:

„Es ist offensichtlich, dass die Verbreitung des Virus eine Tat Gottes ist. Woher wir das wissen? Der Ausbruch des Coronavirus begann in China, einem alten und großen Land, dessen Einwohner ein Siebtel der Menschheit ausmacht. Die Behörden in diesem Land unterdrücken mehr als eine Million Muslime. Allah hat ihnen den Virus geschickt und jetzt unterdrückt dieser 40 Millionen Chinesen…“

Anfang März gab es dann Berichte im Internet, dass Hadi Al-Modarresi sich mit dem Virus infiziert hatte.

Der Messias Jeschua hat die Frage der individuellen Verantwortung in einem seiner Kommentare zum Einsturz eines Gebäudes im Jerusalemer Stadtteil Shiloach aufgeworfen: „Meint ihr, dass diese Galiläer größere Sünder gewesen sind als alle anderen Galiläer, weil sie so etwas erlitten haben? Nein, sage ich Euch…“ (Lk. 13,1ff)

Jeschua sagt uns, dass wir es vermeiden müssen, Menschen, die Tragödien erleiden, sofort eine bestimmte Schuld zuzuschreiben. Tatsache ist, dass wir alle die Ehre Gottes nicht erreicht haben. Keiner von uns ist rechtschaffen (siehe Psalm 14,1-3), und wir alle bedürfen der Buße. Der genaue Grund für Tragödien und Urteile ist uns in der Hitze des Augenblicks vielleicht nicht bekannt.

 

Gottes Wachruf-Waffen der Disziplin

Vielen Gläubigen mag es nicht bewusst sein, aber die Bibel nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um Gottes Fähigkeit geht, ein Volk oder sogar einen ganzen Planeten (denken Sie an Noah) vor Gericht zu bringen. Jeremia, Hesekiel und Johannes der Offenbarer beziehen sich auf vier Waffen in den Händen von YHVH – Hungersnot, wilde Tiere, das Schwert des Krieges und Plagen (Offenbarung 6,8) – die er benutzt hat, benutzt und benutzen wird, um zu einer tauben und rebellischen Welt zu sprechen (siehe auch 2. Samuel 24,13; 2.Könige 8,1; 2. Chronik 20,9; Psalm 105,16; Jeremia 5,12; 14,12, 15; 15,2; 21,7; 24,10; 27,8; 29,17-18; 34,17; 44,12-13; Hesekiel 5,12, 17).

Eine Pandemie berührt alle Nationen dieser Welt. Ob es spezifische Sünden sind, die den Dreh- und Angelpunkt bilden, oder einfach nur die allgemeine Haltung der Welt, die Gott, seine Werte und Richtlinien ignoriert – wir wissen es vielleicht nicht genau zu diesem Zeitpunkt. Aber es steht außer Frage, dass wir, wie König David in 2. Samuel 24, zu YHVH, dem Gott Israels, schreien und ihn bitten müssen, seine Hand zurückzuhalten, Vergebung zu gewähren und die Pest von den Menschen zurückzuhalten (2. Samuel 24,21).

Die Stimme König Davids hallt durch die Seiten der Geschichte zu uns, und sie sollte auch die unsere werden. Als 70.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder umkamen, rief er zu YHVH und fragte: „Aber diese Schafe, was haben sie getan?“ (2. Samuel 24,15-17).

 

Wie sollten wir reagieren?

Der Prophet Jesaja sagt uns, dass Menschen auf Gottes Gericht auf zwei entgegengesetzte Art und Weisen reagieren: „Denn sobald deine Gerichte die Erde treffen, lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit. Wird dem Gottlosen Gnade erwiesen, so lernt er nicht Gerechtigkeit“. (Jesaja 26,9-10).

Die gegenwärtige Pandemie fordert uns heraus, das Antlitz Gottes zu suchen, Gerechtigkeit zu lernen und zu Ihm um weltweite Barmherzigkeit zu rufen. Lasst uns beten, dass Gott sich Eurer Nation erbarmt und die Bereiche der notwendigen Buße offenbart. Beten Sie um die Rettung vieler Leben und die Heilung vieler Kranker. Beten Sie um die Gaben der Heilung, damit sie durch die betenden Gläubigen auf der Erde zunehmen.

 

Mit Genehmigung des Originals (gekürzt und übersetzt)

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