Der jüngste Vorschlag des Parteivorsitzenden von Israel Beitenu, Avigdor Lieberman, Netanjahu zu begnadigen, wenn dieser im Gegenzug die politische Bühne verlässt, klingt wie eine noble Geste. Lasst ihn „in Würde in den Ruhestand gehen“, lautet Liebermans Ausrede für seine rachsüchtige Vorgehensweise, die bisher zu drei aufeinanderfolgenden Wahlen geführt hat.
Dass Lieberman durch Rache motiviert ist, ist nicht leichthin gesagt. Es ist mehr als nur eine Theorie von Verschwörungstheoretikern. Da Israel nun offiziell zum dritten Mal innerhalb eines Jahres eine Wahl veranstaltet, sind immer mehr Journalisten, Kommentatoren und Kolumnisten der Meinung, dass Lieberman durch Hass auf Netanjahu angetrieben wird. Aber warum wird jemandem, der jahrelang Netanjahus enger Berater war, der jahrzehntelang ein enger politischer Verbündeter war und unter Netanjahu als Verteidigungsminister diente, eine so intensive Emotion zugeschrieben?
Sicherlich hat der persönliche Charakter etwas damit zu tun. Der ehemalige Knessetabgeordnete Arieh Eldad sagte aus eigener Erfahrung, dass man, wenn man einmal zum Feind Liebermans geworden ist, immer sein Feind bleiben wird. Die Rivalität Liebermans mit Netanjahu reicht bis ins Jahr 1999 zurück, als...
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