Cyber-Sicherheit am Golf

Im Rahmen des Abraham-Abkommens mit den Golfstaaten steht Israel nun auch für ihre Sicherheit ein.

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Abraham Abkommen, Technologie
Die Wertpapierbörse in Dubai, VAE Foto: MAHMOUD KHALED/EBA-EFE

Das israelische Cyber-Sicherheitsunternehmen XM Cyber, das vom ehemaligen Mossad-Chef Tamir Pardo mitbegründet wurde, wird seine Sicherheitsprodukte nun auch am Persischen Golf vertreiben. Besonders die Öl-, Gas- und Finanzeinrichtungen der ölfördernden Länder benötigen Schutz vor Cyberangriffen, und die Israelis gehören zu den besten der Welt, wenn es um die Sicherheit im weltweiten Netz geht.

Der ehemalige Mossad-Chef Tamir Pardo, Mitbegründer von XM Cyber

XM Cyber hat Produkte entwickelt, die Schwachstellen in Infrastruktursystemen aufdecken und bei Bedarf Warnungen ausgeben. Das Unternehmen setzt im operativen Infrastrukturnetz des Kunden virtuelle Sensoren ein, um den Betrieb während eines Cyberangriffs zu simulieren. Durch diese simulierten Angriffe identifiziert XM Cyber Schwachstellen, die das Eindringen in Infrastrukturen ermöglichen. Es wird auch getestet, wie sich menschliche Fehler auswirken.

XM Cyber begann seine Überseeaktivitäten in den USA, wo es mit mehreren großen Banken zusammenarbeitet. Inzwischen hat das Unternehmen seine Tätigkeit auf das Vereinigte Königreich, Deutschland, die Schweiz, Belgien und Italien sowie andere westeuropäische Länder, darunter seit kurzem auch Frankreich, ausgeweitet. Zu den Kunden gehören der Hamburger Hafen und die US-Versicherungsgesellschaft Plymouth Rock.

Für die Golfstaaten, die sich wie Israel in einem Schattenkrieg mit dem Iran befinden, ist die Sicherheit ihrer Öl-, Gas- und Finanzeinrichtungen von kritischer Bedeutung. Da ihre Volkswirtschaften kaum diversifiziert sind, wäre ein erfolgreicher Angriff auf diese Einrichtungen ein schwerer Schlag für diese Länder.

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