Brotvermehrungskirche neu eingeweiht

20 Monate nachdem die Brotvermehrungskirche in Tabgha am See Genezareth von jüdischen Extremisten in Brand gesteckt worden war und ein Anbau erheblichen Schaden erlitten hatte, ist sie gestern wieder feierlich eingeweiht worden.

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(Bild: Screenshot Arutz 1, israelisches Fernsehen)

20 Monate nachdem die Brotvermehrungskirche in Tabgha am See Genezareth von jüdischen Extremisten in Brand gesteckt worden war, ist sie gestern wieder feierlich eingeweiht worden. Zwei Räume der Kirche waren nach dem Anschlag sehr schwer beschädigt worden.

Die Renovationen haben insgesamt acht Monate gedauert. Der Staat Israel hatte sich mit einer Summe von fast 370.000 Euro mit an den Kosten beteiligt. Der Schaden belief sich auf rund 1.3 Millionen Euro. Auch Staatspräsident Rivlin nahm zusammen mit seiner Frau an der Feier teil. Auch anwesend waren zahlreiche Würdenträger aller Religionen, unter anderem der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, der die Messe leitete, der deutsche Botschafter Dr. Clemens von Götze, der Rabbiner Alon Goshen-Goldstein, der Scheich Muafak Tarif und der Vorsitzende des Jordantal-Landkreises Idan Greenbaum.

(Bild: Mark Neyman/GPO)

Staatspräsident Reuven Rivlin sagte: „Wir setzen uns für die freie Religionsausübung ein, weil wir als Volk sehr genau wissen, was es bedeutet, unter religiöser Verfolgung zu leiden. Wir setzen uns für die Religionsfreiheit ein, weil wir ein demokratischer Staat sind, der jedem das Recht gibt, an Gott nach seiner Religion zu glauben. Als ich das letzte Mal hier war, standen wir hier zusammen und sahen die verbrannten Wände und die schrecklichen Graffitis, Heute stehe ich wieder hier und sehe die Erneuerung dieses historischen und heiligen Ortes. Ich möchte allen dafür danken, die hart für den Wiederaufbau dieses Ortes gearbeitet haben und sagen, dass der Hass nicht gewinnen kann.“

Drei jüdische Extremisten wurden vom Gericht für den Anschlag auf die Kirche für schuldig befunden, die Urteile sind noch nicht gefällt worden.

Bild: Nach dem Brandanschlag, zwei der Täter (Basel Awidat/Flash90.)

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