Bennett spricht sich klar gegen erneutes Iran-Atomabkommen aus

Israelischer Regierungschef warnt, sich das Recht auf militärische Maßnahmen vorzubehalten, auch wenn der Westen ein Abkommen mit dem Iran erzielt

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Iran, Iranisches Atomabkommen
Foto: Emil Salman/POOL

Israels Ministerpräsident Naftali Bennett bekräftigte auf der Kabinettssitzung am Sonntag in Jerusalem, dass der jüdische Staat nicht an ein erneutes Atomabkommen zwischen dem Iran und den westlichen Mächten gebunden sein wird. Auch kritisierte Bennett erneut das aus israelischer Sicht schwache Vorgehen des Westens in dieser gefährlichen Frage.

„Unsere Position ist allgemein bekannt und klar: Ein Abkommen – gemäß den offensichtlichen Bedingungen [die jetzt in Wien diskutiert werden] – wird der Fähigkeit, mit dem Atomprogramm umzugehen, schaden. Jeder, der glaubt, dass dieses Abkommen die Stabilität erhöhen wird, irrt sich“, sagte der israelische Regierungschef. „Es wird die Anreicherung vorübergehend verzögern, aber wir alle in der Region werden einen hohen, unverhältnismäßigen Preis dafür zahlen.

Israel, betonte Bennett, sei für sich selbst verantwortlich.

„Die größte Bedrohung für den Staat Israel ist der Iran“, betonte er. „Als Regierung sind wir verantwortlich für den Umgang mit dem iranischen Atomprogramm.“

Zu diesem Zweck bereitet sich Israel seit mehreren Jahren offen auf militärische Schritte gegen den Iran vor.

„Israel wird sich die Handlungsfreiheit bewahren, mit oder ohne Abkommen“, schloss Bennett, was als eine nur wenig versteckte Drohung an den Iran und als eine Warnung an den Westen verstanden wurde.

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