Einen Tag später würden drei arabisch-israelische Muslime aus dem Gelände des Tempelberges herausstürmen und zwei Polizisten töten. Darawsha ist eine angenehme und herzliche Person. Seine Persönlichkeit könnte keinen schärferen Kontrast zur islamistischen Gewalt bilden, die nur einen Tag später die Gesellschaft erschütterte. Als Scheich der Weißen Moschee in Alt-Nazareth ist der 40-Jährige unter israelischen Juden kaum bekannt, innerhalb der arabischen Gesellschaft ist er dagegen eine wichtige und einflussreiche Persönlichkeit.
Immer wieder wies Darawsha während unseres Gesprächs darauf hin, dass seine Ansichten die der meisten Muslime in Israel und dem so genannten Westjordanland repräsentieren, jedoch denen der meisten arabischen Führer, sie seien israelisch oder palästinensisch, völlig entgegenstehen. Die meisten Muslime, sagte er mir, zögen, wenn sie könnten, eine israelische Staatsbürgerschaft oder Aufenthaltserlaubnis vor. Seit Ausbruch des Arabischen Frühlings, den die Araber „Feuer“ nennen, hat der Gedanke, unter palästinensischer Herrschaft zu leben, für Palästinenser noch mehr an Reiz verloren.
Darawshas persönlicher Held ist Yusuf alFahum, der...
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