Alles Gute hat ein Ende…

von Eliane Müller

Vier Monate lang war Eliane als Praktikantin in der Israel Heute Redaktion tätig. Kurz vor ihrem Rückflug nach Deutschland fasste Sie ihre Eindrücke aus Israel zusammen.

Kaum zu glauben, aber meine Zeit hier ist nun auch vorbei. Nun heißt es, Abschied nehmen.

Insgesamt war ich jetzt fünf Monate in Israel, durfte viel erleben und auch neue Freunde kennenlernen, mit denen ich hoffentlich auch von Deutschland aus in Kontakt bleibe. Auch viele Mitarbeiter von Israel Heute habe ich in dieser Zeit in mein Herz geschlossen und möchte mich hier nochmal bedanken.

Ich habe mich in der Redaktion sehr wohl und geschätzt gefühlt und bin jeden Morgen gerne ins Büro gegangen, wo ich immer freundlich begrüßt wurde. Die gute Atmosphäre und das Verhältnis zu den Mitarbeitern hat die Arbeit sehr erleichtert, und die Zeit ging meistens schnell um.

Generell ging die Zeit hier so schnell um, dass ich es noch nicht wirklich glauben kann, dass ich in ein paar Stunden schon wieder in Deutschland sein werde. Am Anfang dieser Woche traf ich mich mit einer guten Freundin vom Israel-Heute-Team. Sie meinte, dass es wohl nicht mein persönliches Empfinden ist, sondern dass die Zeit in Israel, aus welchem Grund auch immer, einfach schneller vorbeigeht. Das berichteten wohl schon mehrere Menschen vor mir. Israel ist also eine Art Narnia… 😉

Wie kann ich diese Zeit nur in einem Artikel zusammenfassen?! Es ist so viel passiert, ich habe so viel erlebt, bin durch so viele Gefühle und Emotionen gegangen, finde aber keine Worte. Es ist einfach unbeschreiblich!

Ich werde oft gefragt, was ich am meisten vermissen werde, wenn ich zurück in Deutschland bin. Auch wenn ich mich etwas über den Winter hier beschwert habe, würde ich sagen, das Wetter. Und die Leute, die Mentalität. Jeder, der schon mal in Israel war, wird mir bestätigen können, dass diese schon ganz anders und offener ist als in Deutschland.

Und worauf freue ich mich in Deutschland (außer meiner Familie und meinem Freund) am meisten? Auf ein warmes Haus mit einer richtigen Heizung, und, natürlich, schönes deutsches Graubrot!

Außer dem Brot muss ich jedoch sagen, dass die israelisch-arabische Küche der deutschen schon sehr überlegen ist — noch etwas, das ich in Deutschland vermissen werde.

Die Zeit hier in Israel hat mich schon etwas verändert. Je mehr Zeit man hier verbringt und je länger man hier lebt, desto mehr Sinn ergibt auch die Kultur hier, die von außen doch manchmal etwas merkwürdig und fremd erscheint, und desto mehr passt man sich auch an und eignet sich Gewohnheiten oder Eigenschaften an, die gar nicht mal so schlecht sind. Man kann sich das Gute sozusagen heraussuchen.

Ich zum Beispiel musste in meiner Zeit hier lernen, spontaner zu werden. Zugegeben, manchmal könnte ich mich immer noch über die Spontanität der Israelis aufregen, geht sie doch gegen meine perfektionistische Natur, die immer alles genauestens im Vorfeld geplant haben möchte, doch generell bin ich in der Hinsicht bemerkenswert entspannter geworden.

Was ich immer noch nicht verstehe, ist das echt nervige Hupen der Autos bei jeder noch so kleinen Gelegenheit, auch wenn man weiß, dass es eigentlich nichts bringt, und der hohe Verbrauch an Einweggeschirr. In Deutschland werden Strohhalme und Plastiktüten abgeschafft und hier wird teilweise für jede Mahlzeit Plastik-Einweggeschirr verwendet, oft mindestens zum Schabbat. Auch Kindergärten, Schulen etc. verwenden immer nur Einweggeschirr. (Und vom Müllsystem hier wollen wir gar nicht anfangen zu reden.)

Dennoch habe ich Israel generell als innovatives Land erlebt, das offen für Neues ist. An einigen Dingen könnte sich auch Deutschland noch eine Scheibe abschneiden. Landesweit geltende, leicht mit Geld aufladbare Transportkarten für Bus, Zug und Straßenbahn sind nur ein Beispiel.

Ich komme also mit neuen Ideen und Perspektiven nach Hause und bin gespannt, was von dieser Zeit bleiben wird, die mich doch schon geprägt hat. Ich freue mich schon auf zu Hause, bin aber schon ziemlich traurig, dass mein Praktikum hier bei Israel Heute und die schöne Zeit hier nun zu Ende ist.

 

Anmerkung der Redaktion: In den vier Monaten, die Eliane mit uns in der Redaktion gearbeitet hat, ist sie ein Teil unseres Teams geworden. Wir wollen uns, liebe Eliane, auf diesem Wege noch einmal ganz herzlich bei dir bedanken und hoffen, dich bald mal wieder bei uns begrüßen zu können. Viel Erfolg für deinen weiteren Weg!

 

Praktikanten willkommen

Du hast solide Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch? Du hast Interesse, an einer sinnvollen Sache mitzuwirken? Du möchtest gerne das Land Israel kennenlernen? Und Du möchtest in Israel Kontakte knüpfen? Dann bewirb Dich jetzt bei  [email protected]

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox