Eine in Frankreich ansässige Organisation für Menschenrechte hat den Rechtsanwalt Muhammed Allyan, Vater des Terroristen Bahaa Allyan, der im Oktober 2015 an einem Terroranschlag auf einen Bus in Jerusalem beteiligt war, bei dem drei Menschen getötet worden waren, mit einem Preis ausgezeichnet. Das berichtet heute die Zeitung „Israel Hayom“.
Der Rechtsanwalt erhielt den Preis am vergangenen Sonntag bei einer Zeremonie an der Universität Al-Quds in Abu Dis in Zusammenarbeit mit der in Cannes ansässigen Organisation für Menschenrechte und Frieden im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs, der sich mit Justizfällen beschäftigte, die mit der Verletzung der Menschenrechte in Verbindung gebracht werden. Allyan erhielt den Preis dafür, dass er Nadia Abu Jamal, Frau des Terroristen Ghassan Abu Jamal vertreten hatte, der an dem Massaker in einer Synagoge im Jerusalemer Stadtteil Har Nof vor drei Jahren beteiligt war. Vier Menschen wurden damals auf grausamste Weise ermordet, bevor er und ein weiterer Terrorist von Sicherheitskräften erschossen werden konnte.
Die Frau hatte nach dem Anschlag ihre Unterstützung für das Massaker ausgesprochen und wusste von den Plänen ihres Mannes. Daher wurde ihr die Aufenthaltserlaubnis für Jerusalem entzogen und jegliche Rechte, Gelder von der Israelischen Nationalversicherung zu bekommen, abgesprochen. Sie nahm sich einen Rechtsanwalt, Muhammed Allyan, und verklagte den Staat.
Bei der Zeremonie waren Regierungsvertreter mehrerer Länder anwesend, unter anderem aus Kanada und Belgien, sowie eine Reihe Französischer Rechtsanwälte und sogenannte Menschenrechtsaktivisten.
Der Preisträger nutze die Gelegenheit und warf der Israelischen Polizei vor, den Angriff als Vorsatz genutzt zu haben, Ghassan Abu Jamal ohne eine Gerichtsverhandlung zu erschiessen.
„Ghassan wurde von der Israelischen Polizei erschossen“, sagte Rechtsanwalt Allyan. „Doch damit war die Polizei nicht zufrieden, nur wenige Stunden später umringten sie sein Haus und nahmen Durchsuchungen vor, in Anwesenheit der Frau und Kinder. Die Familie erlitt einen Schock und es war ihr nicht klar, dass ihr Leben von nun an zur Hölle gemacht werden wird.“
Bild: Der Anschlag auf Linie 78 in Jerusalem im Oktober 2015 (Foto: Kobi Gidon/GPO)




