2019 wurden 560 Terroranschläge vereitelt

Wie der Inlandsgeheimdienst Schin Bet Israelis schützt, bevor die Anschläge passieren.

2019 wurden 560 Terroranschläge vereitelt
Tomer Neuberg/TPS.

Der Schin Bet Geheimdienst ist für die Sicherheit innerhalb Israels verantwortlich, während der Mossad eher im Ausland operiert. Der Chef des Schin Bet, Nadav Argaman (im Bild), legte nun einen Bericht über die Arbeit seiner Organisation im letzten Jahr vor, in dem er angab, dass man in diesem Zeitraum über 560 Terroranschläge vereitelt habe, darunter 10 Selbstmordattentate, vier versuchte Entführungen und über 300 Angriffe mit Feuerwaffen. Diese Zahlen liegen über denen von 2018, als der Geheimdienst etwa 500 Terroranschläge verhindern konnte.

 

Gründe für den Erfolg

Argaman sagte, „Engagement, Entschlossenheit, Ausdauer, Professionalität und Kreativität“ seien vor allem für die gute Arbeit des Schin Bet verantwortlich. Aber auch die Nutzung neuer Technologien und die gute Zusammenarbeit mit ausländischen Geheimdiensten wurde vom israelischen Spionagechef gelobt. All diese Faktoren spielen eine große Rolle in der Bekämpfung des Terrors in Israel, der vor allem von den Palästinensern in deren eigenen Gebieten, aber auch vereinzelt von arabischen Bürgern Israels ausgeht.

Es wäre natürlich sehr interessant zu erfahren, wie genau „Kreativität“ und „neue Technologien“ im Kampf gegen den Terror eingesetzt werden, aber das werden wir wahrscheinlich nicht erfahren. Stattdessen können uns israelische Sendungen wie Fauda einen kleinen, etwas dramatisierten Einblick in die Arbeit israelischer Spione in den palästinensischen Gebieten geben.

 

Der Krieg im Schatten

Die Angriffe, die der Schin Bet vereitelt, gelangen selten an die internationale Öffentlichkeit und auch in Israel sind Meldungen über die Erfolge selten, aber es gibt täglich kurze Nachrichten über Festnahmen von Terroristen in Judäa und Samaria. Heute zum Beispiel wurde ein Maschinengewehr (siehe Foto) im Dorf Deir Sammit bei Hebron sichergestellt und ein Palästinenser in diesem Zusammenhang festgenommen.

Die beschlagnahmte Waffe

Weiterhin gibt es fast tägliche Angriffe von Jugendlichen, die Steine auf Juden werfen, die auf den Straßen Judäas und Samarias unterwegs sind. Die Verhinderung dieser teilweise spontanen Angriffe erweist sich als sehr schwierig und erfordert sicherlich höchste Kreativität und die Nutzung neuer Technologien, die zum Beispiel Telefone oder soziale Medien überwachen können.

Anschläge von „Einsamen Wölfen“, die plötzlich auf jüdische Israelis einstechen oder sie mit ihren Autos überfahren, haben nach Aussage des Schin Bet- Chefs den höchsten Anteil an den Angriffen innerhalb Israels. Diese zu verhindern, erscheint fast unmöglich, es sei denn man eliminiert für potenzielle Terroristen den Grund und die Ideologie, solche Anschläge ausführen zu wollen, aber das ist nicht die Arbeit des Schin Bet, sondern der Politiker.

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