Israel

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Hamas schickt Kinder an die Front

Der Tod eines 15-jährigen arabischen Jugendlichen bei den Unruhen am Grenzzaun zum Gazastreifen hat einen Sturm der Kritik gegen Israel ausgelöst. Bilder vom Wochenende zeigen, dass die Hamas ganz bewusst Kinder an die Front schickt, in die erste Reihe vor den israelischen Scharfschützen.

Am vergangenen Wochenende ist es, wie schon in den drei Wochen davor, wieder zu Unruhen am Grenzzaun zum Gazastreifen gekommen. Wie in jeder Woche, hatte die Hamas die Bürger aufgerufen, sich im Rahmen des „Marsches der Rückkehr“ dem Grenzzaun zu nähern. Waren es zu Beginn noch 30.000 Menschen, die dem Aufruf der Hamas folgten, kamen am letzten Wochenende nur noch um die 3.000 Menschen an den Grenzzaun.

Bei der von den Organisatoren als friedlich bezeichneten Demonstration wurden wieder Steine geworfen, Reifen in Brand gesetzt und auch wieder Drachen mit Brandflaschen über den Zaun geflogen.

Die israelische Armee hatte vor dem Wochenende mit Flugblättern die Bewohner des Gazastreifens davor gewarnt, an der Protestaktion teilzunehmen und sich dem Grenzzaun zu nähern. So kamen diesmal auch deutlich weniger Menschen in das Grenzgebiet. Doch um die 3000 schienen von der israelischen Warnung unbeeindruckt geblieben zu sein. Vier von ihnen kamen durch Schüsse der israelischen Armee ums Leben, darunter auch ein 15-jährlicher Jugendlicher. Er wurde erschossen, als er auf den Grenzzaun zurannte.

Den Moment des Schusses wurde von einem Kameramann festgehalten, das Video verbreitete sich sich schnell, wurde viral und fügte dem Image Israels schweren Schaden zu. Der Vorfall wird zur Zeit von der Armee untersucht.

Aus Armeekreisen wurde gesagt, dass die Hamas bewusst Kinder an den Grenzzaun schicken würde, um in der ersten Linie den Scharfschützen der Armee gegenüber zu stehen. „Unter dem Schutz des Rauches werfen sie Brandbomben und beschädigen den Grenzzaun mit dem sicheren Gefühl, dass wir sie nicht verletzen werden“, sagte ein Offizier der Armee.

Ein “friedlicher” Demonstrant wirft Steine unter dem Schutz des Rauches (Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90)

Weiter wurde von der Armee erklärt, dass ein Scharfschütze die Schießerlaubnis nur von einem ranghohen Offizier bekäme In so einem Fall bekäme der Schütze dann die Erlaubnis, das Feuer auf den zentralen Anstifter zu eröffnen, dabei dürfe nur auf den Knöchel oder unterhalb des Knies gezielt werden. Diese Anordnungen seine klar und deutlich.

„Es ist nicht erlaubt, auf Kinder, Frauen oder Journalisten zu schiessen. Es gibt keinen Befehlshaber, der das Schiessen auf Kinder befehlen würde“, sagte der Offizier weiter.

Die Armee werde nun sämtliche Aufnahmen vom letzten Freitag untersuchen, um zu verstehen, was genau passiert ist und ob es sich bei dem Schuss auf den 15-jährigen Jugendlichen um einen Identifizierungsfehler gehandelt habe, erklärte der Offizier.

„Man muss die Situation verstehen, in der wir operieren“, sagte er. „Wir stehen einer Terroristen-Organisation gegenüber, die Kinder zu uns schickt.“

Bilder: Kinder am Grenzzaun zum Gazastreifen während der Unruhen am vergangenen Freitag (Fotos: IDF Pressesprecher)

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Patrick Callahan

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