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Israel Heute Morgen

Eine weitere Woche geht zuende, die erste Woche nach Pessach. Ein paar Worte zu den Tagen zwischen zwei Gedenktagen mit vielen unglaublichen und auch traurigen Geschichten, die mit der Freude über die Gründung des Staates Israels am 70. Unabhängigkeitstag beendet werden. Das Wetter: Es wird wärmer.

Guten Morgen liebe Leser!

Eine weitere Woche geht zuende, die erste Woche nach Pessach. Sie stand im Zeichen der Gedenktages an den Holocaust, der gestern begangen wurde. Jetzt befinden wir uns genau zwischen zwei Gedenktagen. Am Dienstag Abend werden wir der gefallenen Soldaten und der Opfer des Terrors gedenken. Daher werden wir in diesen Tagen mit vielen Geschichten konfrontiert. Bis gestern waren es die fast unglaublichen Geschichten der heute zum Teil weit über 90 Jahre alten Überlebenden des Holocaust. Gestern las ich zum Beispiel von einer polnischen Christin, die im Krieg ihren jüdischen Freund und späteren Ehemann in ihrem Zimmer unter dem Fußboden versteckte. In dem 60 cm hohen Raum wurden noch weitere Juden versteckt, zehn lange Monate hielten sie dort aus, bis zur Befreiung. Das junge Paar wanderte dann nach Israel ein, die Frau konvertierte zum Judentum. Sie wurde danach von Israel als „Gerechte unter den Völkern“ anerkannt. Ihre Geschichte hat mich sehr berührt. Was für eine Vergangenheit die Überlebenden hinter sich haben!

Seit gestern Abend werden wir nun auf den Gedenktag an die Gefallenen vorbereitet. Es gibt unzählig viele tragische Geschichten von jungen Soldaten, die ihr Leben für das Land, für uns, geopfert haben. Es ist traurig, dass auch heute noch junge Menschen mit dem Grauen des Krieges konfrontiert werden und sie ihre schlimmen Erinnerungen, wie der Tod ihrer Kameraden, für den Rest ihres Leben begleiten werden. Der Mensch scheint aus der Vergangenheit nicht zu lernen. Noch immer gibt es Kriege auf der Welt. In diesen Tagen blickt die ganze Welt auf unsere Region und wartet, ob Trump seine Drohung wahr macht und Syrien für den grausamen Giftgasangriff auf die eigenen Bevölkerung bestrafen wird. Die ganze Geschichte der Menschheit besteht hauptsächlich aus Kriegen. Wann werden wir begreifen, dass es bei Kriegen keine wirklichen Gewinner geben kann.

Bald ist Unabhängigkeitstag. Fahnenverkauf an Autofahrer in Jerusalem (Foto: Abir Sultan/Flash90)

Seit gestern stehen an den Straßenkreuzungen wieder Jugendliche und verkaufen israelische Fahnen an die Autofahrer. Denn gleich nach den Gedenktag beginnt der Unabhängigkeitstag. Diesmal ist es ein ganz besonderer, wie Sie sicher wissen. Seit 70 Jahren besteht der Staat Israel nun. Das ist in der Tat ein Grund zum Feiern. Als ich nach Israel kam, war das Land gerade 40 Jahre alt geworden. Was ist die Zeit schnell vergangen. Zehn Jahre später feierten wir dann den 50. Unabhängigkeitstag. Das war ein ganz großer Moment. Es wurden unzählig viele Bildbände über 50 Jahre Israel veröffentlicht, ich habe einige von ihnen in meinem Bücherschrank. Eines von ihnen bekamen wir als Geschenk vom Israelischen Rundfunk, wo ich bis vor 2 Jahren gearbeitet hatte. Und jetzt sind schon 70 Jahre vergangen, für mich unfassbar. Es ist viel passiert in den letzten 20 Jahren, vielleicht werde ich mich in den nächsten Tagen mit einigen wichtigen Ereignissen der letzten 20 Jahre beschäftigen.

Und jetzt zum Wetter. Viel gibt es nicht darüber zu erzählen, Es ist wieder warm geworden. Bis Dienstag soll es jeden Tag noch etwas wärmer werden. Sonne und blauer Himmel.

Und hier ist das Wetterfür heute in Israel:

Heiter mit einem Anstieg der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 24 Grad, Tel Aviv 25 Grad, Haifa 24 Grad, Tiberias am See Genezareth 29 Grad, am Toten Meer 31 Grad, Eilat am Roten Meer 32 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.395 m unter dem Meeresspiegel.

Und nun wünsche ich Ihnen ein wunderbares und erfülltes Wochenende und einen gesegneten Shabbat. Machen Sie es gut.

Shabbat Shalom aus Modiin!

Dov

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Patrick Callahan

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