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Israel Heute Morgen

Gestern war so ein richtig schöner Jerusalemer Wintertag. Es war kühl und regnerisch. „Israel 2018 – Ein Land im Stau“, heißt eine Reihe von Artikeln des Nachrichtenportals „Ynet“, wo versucht wird, Lösungen zu finden, den ewigen Staus, besonders in Tel Aviv, ein Ende zu machen. Am letzte Sonntag gab es in Tel Aviv ein Hupkonzert gegen die Staus. Das Wetter: Regen, Sturm und Schnee sind angesagt.

Guten Morgen liebe Leser!

Gestern war so ein richtig schöner Jerusalemer Wintertag. Es war kühl und regnerisch. Irgendetwas sträubt sich in mir, einen Regenschirm mitzunehmen. Es ist einfach lästig, ihn mit herumzuschleppen. Ich gehe da ein gewisses Risiko ein, nass zu werden, aber das stört mich nicht. Ich mag den Regen. Heute Abend soll dann ein halbtägiger „Winter“ beginnen mit Sturm und Regen und Schnee auf den Gipfeln im Norden. Von Schnee in Jerusalem spricht man jetzt nicht mehr, denn dazu ist es noch immer zu „warm“. Heute Nacht sollen die Temperaturen hier bis auf 3 Grad zurückgehen, mehr nicht. Und ab morgen Nachmittag ist dieser kurze Winter dann auch schon wieder vorbei. Der Shabbat soll angenehm werden und zu Ausflügen einladen. Und Sonntag soll es dann schon für die Jahreszeit zu warm werden. Dieser Winter ist ein ewiges hin und her. Der Wasserpegel des See Genezareth steigt in der letzten Zeit fast täglich etwas an, jeden Tag einen halben Zentimeter mehr. gerne könnte es etwas mehr sein.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Vereinzelte Regenschauer im Norden. Etwas wärmer als gestern. Der Wind wird im Laufe des Tages immer stärker. In der kommenden Nacht stürmisch vom Norden bis zum nördlichen Negev. Auf dem Hermon Berg und dem nördlichen Golan schneit es. Auch in den höheren Lagen von Galiläa kann es etwas schneien. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 18 Grad, Tel Aviv 21 Grad, Haifa 21 Grad, Tiberias am See Genezareth 22 Grad, am Toten Meer 24 Grad, Eilat am Roten Meer 23 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -214.235 m unter dem Meeresspiegel.

In der letzten Zeit wird bei uns sehr viel über ein Thema gesprochen, das uns alle angeht: Die Staus auf den Straßen. Das Nachrichtenportal Ynet hat in dieser Woche eine ganze Serie von Artikeln dazu veröffentlicht unter der Überschrift: Israel 2018 – Ein Land im Stau. Besonders schlimm ist die Situation auf der Ayalon Schnellstraße, die durch Tel Aviv führt. Dort gehören die Staus zur Tagesordnung, die man mit in den Tagesverlauf einplanen muss. Immerhin hat man dann endlich Zeit, ein Radioprogramm bis zum Ende hören. Doch die Leute haben die Nase voll. Am vergangenen Sonntag riefen sie einem Protest der Autofahrer auf. Um Punkt 9 Uhr morgens sollte auf den Straßen gehupt werden.

Hupkonzert gegen die Staus, letzten Sonntag in Tel Aviv

Aber alle ärgern sich über diese unendlichen Staus. Man kann die Uhr danach stellen. Besonders am späten Nachmittag ist es schlimm, wenn alle auf einmal nachhause fahren möchten. Obwohl die Ayalon Strasse teilweise bis zu 5 Fahrlinien hat, kommt der Verkehr oft zum stehen. Und auch morgens, wenn alle zur Arbeit fahren, ist es nicht besser.

Gehört zum Alltag: Verkehr auf der Ayalon Schnellstraße (Foto: Serge Attal/Flash90)

Die Regierung ist sich des Problems bewusst. Das Verkehrministerium unter Minister Israel Katz versucht, das Problem in den Griff zu bekommen. Aber leider viel zu spät. Die Straßenbahn, die jetzt in Tel Aviv gebaut wird, hätte schon seit 20 Jahren in Betrieb sein müssen. Schon seit langem hätte es spezielle Fahrspuren für die Busse geben müssen. Es gibt sie mittlerweile, aber es sind noch nicht genug. Auch müsste der ganze öffentliche Nahverkehr überarbeitet werden. Es dauert noch immer viel zu lange, ans Ziel zu kommen. Das ist der Grund, warum noch immer das Auto bevorzugt wird. Sehr viele Menschen fahren in einem Firmenwagen zur Arbeit, es sind viel zu viele Autos auf den Straßen. Eigentlich bräuchte man in Tel Aviv gar kein Auto, wenn man sich auf die öffentlichen Verkehrsmittel verlassen könnte. Ich möchte jetzt nicht zu kritisch sein, mir ist klar, dass man das Problem nicht von heute auf morgen lösen kann und ich sehe auch, dass jetzt sehr viel getan wird, um die Situation zu verbessern. Auch der Schnellzug von Tel Aviv nach Jerusalem gehört dazu. Wir müssen uns wohl einfach noch einige Jahre gedulden. Ich bin gespannt, wie es hier bei uns in so 5 bis 10 Jahren aussehen wird. Vielleicht werde ich mich dann schon von meinem Auto verabschiedet haben, ich hätte nichts dagegen.

Und jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen Donnerstag ohne Staus. Fahren Sie vorsichtig.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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Patrick Callahan

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