Die Israelische Amee hat gestern bekanntgegeben, dass sich die Leichen von fünf Terroristen, die bei der Sprengung eines Terrortunnels auf israelischer Seite ums Leben gekommen sind, in ihren Händen befinden. Sie wurden in den Trümmern des zerstörten Tunnels gefunden. Nun hätte man endlich etwas in der Hand, um die Leischen der gefallenen Soldaten Hadar Goldin und Oron Shaul nachhause zu bringen.
Bild: Die Eltern und der Bruder des Soldaten Hadar Goldin bei einer Pressekonfenz in Tel Aviv, gestern (Foto: Flash90)
Die Familie des gefallenen Soldaten Hadar Goldin, dessen Leiche von der Hamas im Gazastreifen zusammen mit der Leiche des Soldaten Oron Shaul festgehalten wird, haben nun eine Klage an das Oberste Gericht eingereicht, in dem Sie fordern, die Leichen der Terroristen nicht zurückzugeben. Außerdem fordern sie eine Verschärfung der Haftbedingungen der in Israel inhaftierten Terroristen.
Sie beschuldigen Ministerpräsident Netanjahu und seine Regierung, vor der Hamas zu kapitulieren. Die Regierung würde keine der Entscheidung des Sicherheitskabinetts umsetzen.
Die fünf Terroristen, dessen Leichen sich in Israel befinden, in einer Meldung auf der Facebookseite von Ynet
Von Seiten des Islamischen Jihads wurde gedroht, Israel würde nicht für lange die Leichen der Märtyrer festhalten. „Wir wissen, wie man Leichen unserer Männer zurückbringt“, hieß es. „Wir werden nicht über die Rückgabe der Leichen verhandeln, die sich in den Händen Israels befinden, das Festhalten der Leichen verstärkt nur unseren Willen, den Weg des Jihads zu gehen. Wir haben noch viele andere Tunnel und Möglichkeiten, die fünf Märthyrer haben ihr Leben geopfert, damit die Fahne des Jihads weiter wehen wird.“

Unterdessen versicherte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu während einer Veranstaltung in Migdal Ha Emek, dass man „die Söhne nachhause bringen wird.“ Dabei richtete er seine Worte an den Islamischen Jihad: „Die Regierung hat zwei Aufgaben, das Land zu schützen und aufzubauen. Schützen? Es gibt eine einfache Regel. Wer uns angreifen m;chte, den greifen wir an, es gibt nichts umsonst. Wir werden unsere Söhne nachhause bringen. Ich sage noch einmal: Es gibt nichts umsonst, habt Ihr mich verstanden?“
Bild: Benjamin Netanjahu, heute in Migdal Ha Emek (Foto: Flash90)
Die Entscheidung der Familie Goldin, sich an das Oberste Gericht zu wenden, wurde vom Mitglied des Kabinetts Yoav Galant kritisert. Er sagte: „mein Herz ist mit den Familien Goldin und Shaul. Aber es wäre besser gewesen, unter den Radar zu bleiben und das Thema nicht auf diese Weise an die Öffentlichkeit zu bringen.“
In Bezug auf die Leichen der Terroristen sagte Galant: „Die Leichen sind bei uns und es sollte klar sein, dass, solange es keinen Fortschritt gibt, diese nicht zurückgegeben werden. Aber auch wenn wir die Leichen zurückgeben würden, wäre die andere Seite nicht bereit, Informationen herauszugeben.“




