Israel

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Israel Heute Morgen

Mehr als zweieinhalb Stunden brauchte ich gestern, um nachhause zu kommen. Ein paar Worte und Gedanken zu einem weiteren Tag mit Protesten, Straßenblockaden und einem langen Heimweg und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!

Mehr als zweieinhalb Stunden brauchte ich gestern, um nachhause zu kommen. Wieder einmal waren es die orthodoxen Juden der Jerusalemer Gruppe, die uns, die Bürger Jerusalems und die, die in der Stadt arbeiten, quasi als Geiseln nahmen und es so gut wie unmöglich machten, die Stadt zu verlassen.

Ich war noch in meinem Büro, als ich von meinem Sohn eine Nachricht per WhatsApp erhielt, in der vor einer neuen Demonstration der orthodoxen Juden (nicht alle, sondern dieser ganz bestimmten Jerusalemer Gruppe) in Jerusalem gewarnt wurde. Da ich gestern seit längerer Zeit wieder einmal mit dem Bus nach Jerusalem gekommen war, machte mir die Nachricht etwas Sorgen. Denn wieder sollten die Ausfahrten der Stadt blockiert werden.

In der Tat ein “Schöner Nachmittag”
Ich schaute mir die Lage auf der Navigations-App Waze an und sah, dass schon mehrere Straßen gesperrt waren. Dazu kam, dass gestern nicht nur die Orthodoxen demonstrierten, sondern auch eine Gruppe ehemaliger Polizisten und eine Organisation der Blinden. Später las ich, dass sich die Orthodoxen vor der Knesset sich den anderen Demonstranten anschlossen, was diese ganz und gar nicht mochten. Es soll zu unschönen Wortwechseln gekommen sein.

Aber zurück zu meinem langen Weg nachhause. Ich beschloss, früher als sonst das Büro zu verlassen, um dann den nächsten Bus, den ich sehe, zu nehmen. Meine übliche Haltestelle war bereits unerreichbar, die Zugangsstraßen dorthin gesperrt. Dann sah ich einen Bus der Linie 110, der nach Modiin fährt, er war gerade aus dem Parkplatz gekommen, um die Fahrt zu beginnen. Der Bus war also noch leer, der Fahrer wirkte verunsichert, er wusste nicht, wohin er nun fahren sollte. Ich ging dann einfach auf den Bus zu, der Fahrer öffnete die Tür, ich fragte ihn, ob er vorhabe, nach Modiin zu fahren. Die Antwort war ja, doch er wisse momentan noch nicht, wie. Er lud mich ein, in den Bus zu steigen. „Waze“ half uns dann, einen Weg zu einer Station zu finden, die noch nicht blockiert war. Allerdings brauchte der Bus fast 40 Minuten, um dorthin zu gelangen, normalerweise dauert es höchstens 2 Minuten. Mir war alles egal, ich sass im Bus.

Chaotischer Tag in Jerusalem. Vor der Knesset trafen die Demonstranten aufeinander (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

An der Haltestelle warteten Dutzende von Menschen, unser Bus war nach kurzer Zeit überfüllt.

Die Fahrt nach Modiin dauerte auch wesentlich länger als sonst. Als ich dann endlich zuhause angekommen war, war es schon dunkel. Im Fernsehen wurde von den Demonstrationen in Jerusalem berichtet, ich habe es mir nicht mehr angeschaut.

Ich habe auch keine Ahnung, wie man dieses Problem lösen soll. die orthodoxen Demonstranten sind derart entschlossen, dass es sehr schwer ist, etwas dagegen zu unternehmen. Allerdings ist es schwer zu verstehen, warum die Polizei es zuließ, dass die Ausfahrt aus der Stadt stundenlang blockiert war, man hätte von Anfang an gegen die Demonstranten vorgehen müssen. Als ein paar Behinderte den Verkehr behinderten, bekam jeder von ihnen eine Geldstrafe von 500 Shekeln, rund 120 Euro. Ist schon irgendwie komisch.

Am Ende wurden die Demonstranten dann doch von der Straße geräumt, Chaos in Jerusalem

Jetzt hätte ich doch fast das Wetter vergessen. Und das ist zur Zeit einfach wunderbar, wie schon seit einigen Tagen. Frische Luft am Morgen und Abend, angenehme Temperaturen am Tag und ein oft strahlendblauer Himmel. In den kommenden Tagen kann es sogar ein wenig wärmer werden.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig ohne bedeutende Veränderung der Temperaturen, die der Jahreszeit entsprechen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 24 Grad, Tel Aviv 26 Grad, Haifa 24 Grad, Tiberias am See Genezareth 30 Grad, am Toten Meer 31 Grad, Eilat am Roten Meer 31 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen haben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.22 m unter dem Meeresspiegel.

Und nun wünsche ich Ihen einen angenehmen und friedlichen Dienstag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem

Dov

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Patrick Callahan

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