Israel

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Israel Heute Morgen

Ich liebe diese kühle und frische Luft, die wir seit einigen Tagen hier haben. Ein paar Worte über stundenlanges Warten auf das Gepäck am Flughafen, verlorene Ballons, die ein zweites Mal jemanden eine Freude bereiten und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!

Ich liebe diese kühle und frische Luft, die wir seit einigen Tagen hier haben. Auch heute früh waren es gerade mal 15 Grad, als ich zu unserem Redaktionsgebäude gegangen bin. Der Himmel war strahlend blau und dazu eben diese kühle Luft, schöner geht es nicht. Doch so sonnig soll es heute nicht bleiben, ab Mittags soll es anfangen zu regnen, es könnte sogar etwas donnern. Das stört mich gar nicht, wir haben so lange auf dieses Wetter gewartet. Ich erinnere mich noch an die warmen Abende bei uns in Modiin (30 Grad abends um acht), als ich über diese Kühle fantasierte. Auch der Regen ist herzlich willkommen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Vereinzelte Regenschauer im Norden und eventuell auch an der Küste, Gewitter möglich. Vom Mittag an kann es auch im Zentrum des Landes zu Regenschauern kommen, Gefahr von Überschwemmungen im Jordan-Tal, der Judäischen Wüste und am Toten Meer. Für die Jahreszeit zu kühl. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 21 Grad, Tel Aviv 25 Grad, Haifa 24 Grad, Tiberias am See Genezareth 29 Grad, am Toten Meer 30 Grad, Eilat am Roten Meer 31 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt unverändert bei -214.185 m unter dem Meeresspiegel.

Zur Zeit sind hier bei uns sehr viele Touristen unterwegs. Der Herbst ist ja auch eine tolle Zeit für einen Urlaub in Israel. Während der Feiertage wurden am Ben Gurion Flughafen zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt, um bei der Abfertigung und vor allem der Gepäckausgabe zu helfen. In diesen Tagen kommen nicht nur sehr viele Touristen nach Israel, es kommen auch viele Israelis aus ihrem Urlaub zurück. Doch wer seinen Flug nach Israel für gestern geplant hatte, hat leider Pech gehabt. Gestern haben die Mitarbeiter, die für die Feiertage eingestellt worden waren, ihre Entlassungsbriefe erhalten. Auch wenn das eigentlich klar war, dass sie nicht weiter beschäftigt werden, fiel es ihnen schwer, die Nachricht vom Ende ihrer Beschäftigung hinzunehmen. Ihren Unmut darüber zeigten sie dann auch, indem sie nicht zur Schicht erschienen waren. Das Ergebnis liess nicht lange auf sich warten.

Stundenlanges Warten auf die Koffer, heute früh am Ben Gurion Flughafen

Im Radio wurde berichtet, dass die Flugpassagiere nach der Landung zunächst eine halbe Stunde warten mussten, bis sie das Flugzeug verlassen konnten. Doch der wirkliche Alptraum begann erst danach, bei der Gepäckausgabe. Ein Israeli, der gerade einen 14-stündigen Flug hinter sich hatte, erzählte, dass man stundenlang auf das Gepäck warten musste ,weil die Arbeiter nicht zur Schicht erschienen waren. Viele ließen ihren Unmut über die unangenehme Situation beim Bodenpersonal aus, die selber hilflos waren und nichts dafür konnten. Nachdem dann die Morgenschicht begonnen hatte, begann sich die Lage langsam zu entschärfen. Kein angenehmer Tag, in Israel anzukommen.

Ich war schon immer der Meinung, dass Streiks am Flughafen nicht gut sind. Der Flughafen ist das Tor zu Israel, das erste, was ein Tourist in Israel zu sehen bekommt. Und wenn man dann so wie heute empfangen wird, das macht keinen guten Eindruck. Die Gewerkschaft weiß das auch, daher wird oft, wenn man ein gewisses Ziel erreichen wird, damit gedroht, den Flughafen zu bestreiken, das ist so etwas wie die letzte Waffe, die man zückt, um den Verhandlungspartner in die Knie zu zwingen. Meisten reicht dann ein kurzer Warnstreik, um die Verhandlungen erfolgreich zu beenden. Aber ob das so gut ist, den Arbeitskampf auf dem Rücken der Fluggäste, der Touristen auszuführen?

Und jetzt noch eine schöne Geschichte vom Flughafen. In der Empfangshalle warten viele Menschen auf ihre Lieben. Oft kaufen sie einen schönen Ballon als Begrüssungsgeschenk. Wenn sie, liebe Leser, schon mal in Israel gelandet sind, haben sie sicher schon einmal die Vielzahl von Ballons gesehen, die an der Decke der Empfangshalle “kleben”. Diese Ballons haben erst jemanden erfreut, dann bleiben sie oft zurück, das sind die verlorenen Ballons des Flughafens, wie sie in einem Bericht genannt wurden. Aber das sind sie nicht.

Diese „verlorenen Ballons“ werden regelmäßig von einer Angestellten des Flughafens regelrecht geangelt und eingesammelt. Dann werden sie zum Tel Hashomer Krankenhaus gebracht und in der Kinderabteilung an die Kinder verteilt. Die Ballons erfreuen ein zweites Mal einen Menschen. Eine schöne Geschichte, oder?

Und nun wünsche ich Ihnen einen wunderbaren und glücklichen Montag, einen erfolgreichen Beginn der Arbeitswoche. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem

Dov

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Patrick Callahan

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